Minden-Lübbecke . Durch die seit mehr als 14 Jahren bestehende Kooperation der Stiftung der Sparkasse Minden-Lübbecke zur Förderung von Kunst und Kultur mit dem Richard Wagner Verband Minden e.V. konnte sich Nuria Strobel, ehemalige Stipendiatin der Sparkassenstiftung, über eine besondere Auszeichnung im letzten Sommer freuen: als Wagnerstipendiatin war sie Gast bei den Bayreuther Festspielen. Das Richard-Wagner-Stipendium, das jährlich nur 250 jungen Menschen aus der ganzen Welt ermöglicht wird, umfasst den Besuch der Aufführungen der Bayreuther Festspiele, sowie ein exklusives Beiprogramm.

Die Zusammenarbeit zwischen der Sparkassenstiftung zur Förderung von Kunst und Kultur und dem Richard Wagner Verband Minden wurde 2011 vereinbart. Junge Talente, die wegen ihrer herausragenden Leistungen von der Sparkassenstiftung mit einem Stipendium gefördert wurden und die sich jetzt im Musikstudium befinden, werden auch bei der Vergabe von Stipendien der Richard-Wagner-Stiftung berücksichtigt. Ziel ist es, die künstlerische Entwicklung der jungen Musiker und Musikerinnen zu fördern. „Diese Kooperation sucht ihresgleichen und hinterlässt bei den beteiligten Stipendiatinnen und Stipendiaten Begeisterung und nachhaltige besondere Spuren“, weist Krystsina Chabrouskaya (stellv. Vorsitzende der Stiftung) auf die Einzigartigkeit dieses Projektes hin.

„Gerne zeichnet die Wagner-Stiftung damit ehemalige Stipendiaten und Stipendiatinnen, die sich durch besondere Leistungen hervorgehoben und sich auch beruflich der Musik verschrieben haben, aus.“ Heinz Steinmeyer, Stiftungsvorstand.

Im Januar 2025 konnten Dr. Jutta Hering-Winckler und Dr. Konrad Winckler (Richard-Wagner-Verband Minden e.V.) Nuria Strobel die freudige Botschaft aus Bayreuth überbringen und so startete die ehemalige Stipendiatin im August letzten Jahres ihre abwechslungsreiche 5-tägige Reise. Sie erlebte die Wagner-Aufführungen: Rheingold und Siegfried aus dem vierteiligen Opernzyklus Der Ring des Nibelungen und Wagners letzte Oper namens Parsifal.

Neben den vielen Begegnungen mit jungen Menschen aus der ganzen Welt und den Künstlern vor Ort war auch das Rahmenprogramm mit Stadtführung, einer exklusiven Führung durch das Festspielhaus, Einführungsvorträge zu den jeweiligen Opern, einem öffentlichen Stipendiatenkonzert und einem abschließenden Stipendiatenabend ein einmaliges Erlebnis. Mit vielen Erinnerungen an musikalische Highlights und spannende Begegnungen kehrte Nuria Strobel zurück.

Der musikalische Werdegang der Mindenerin, Nuria Strobel (22 Jahre), die zurzeit Kontrabass bei Prof. Sophie Lücke an der Musikhochschule Lübeck studiert, begann bereits im Alter von 10 Jahren, als sie Teil der Streicherklasse am Ratsgymnasium Minden wurde. Zwei Jahre später folgte Einzelunterricht an der Musikschule Minden bei Michele Nigliazzo und Wilhelm Henric Ehlerding. Mit wachsender Erfahrung im Solo- und Ensemblespiel folgten mehrere Preise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.

Nuria Strobel: Der musikalische Lebenslauf

In 2019 bewarb sich Nuria bei der Sparkassenstiftung und erhielt, aufgrund ihrer herausragenden Leistungen mit dem Kontrabass, ein zweijähriges Stipendium (2020-2021). 2022 wurde sie bereits Teil der Bassklasse von Prof. Dominik Greger an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Aktuell deckt Nuria Strobel mit ihrem Können am Kontrabass eine große Bandbreite von Stilen ab und widmet sich zusätzlich dem Jazz und der zeitgenössischen Musik.

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Nuria Strobel schildert ihre Eindrücke: „Die Zeit in Bayreuth war eine unvergessliche und eindrückliche Erfahrung. Es ist überaus wichtig, dass junge Leute mithilfe der Sparkassenstiftung die Möglichkeit bekommen, die Festspiele zu besuchen. Die Kombination aus den Besuchen von gleich drei fantastischen Vorstellungen, dem angeregten Austausch zwischen so vielen Musikern und dem interessanten Angebot aus Konzerten, Vorträgen und Besichtigungen wurde durch eine herzliche Atmosphäre zu einem einmaligen Erlebnis. Ich bin mir sicher, dass ich die Festspiele nicht zum letzten Mal besucht habe und hoffe, dass nach mir noch viele weiter angehende Bühnenschaffende die Chance auf so eine tolle Woche haben.“