Bielefeld. Ein Hauch von japanischem Flair ist jetzt in Form von fernöstlichen Gerüchen durch die Hauptgeschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen in Bielefeld gezogen. Der Grund: Die deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen standen in der IHK im Blickpunkt.

Anlass war eine Verkostung ausgewählter Lebensmittelprodukte aus der japanischen Region Kurume, zu der Unternehmerinnen und Unternehmer aus Handel und Gastronomie in Ostwestfalen eingeladen waren. Zu den Spezialitäten zählten unter anderem besondere Sojasaucen sowie verschiedene Brühen, Shiitake-Pilze, Natto-Bohnen und Kombu-Algen.

Kooperation stetig vertieft

„Die internationale Kooperation mit Kurume hat sich in den vergangenen Jahren stetig vertieft. Ich glaube, dass die heutige Veranstaltung auch dazu beiträgt, dass sich diese beiden wirtschaftsstarken Regionen weiterhin näherkommen“, sieht IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke Perspektiven für den weiteren Ausbau der Beziehungen.

Hironori Tajima von der IHK Kurume und Jun Ueno – er unterstützt Mitgliedsunternehmen der IHK Kurume beim Markteintritt in Deutschland – stellten zudem Produkte der japanischen Tischkultur wie Ramen- und Matcha-Schalen sowie Teegeschirr vor und kamen mit den Teilnehmenden intensiv ins Gespräch. Dazu zählten Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen Supreme Japan Food aus Bielefeld, Rila Feinkost aus Stemwede und Edeka Wehrmann aus dem Kreis Herford.

Lebensmittelproduktion zwischen Tradition und Innovation

Unisono war man sich einig, dass japanische Lebensmittel weltweit einen hervorragenden Ruf genießen und für hohe Qualität, handwerkliche Präzision und besondere Geschmacksvielfalt stehen. Die Region Kurume ist insbesondere für ihre traditionsreiche Lebensmittelproduktion und innovative Manufakturen bekannt, wie die Herren Tajima und Ueno berichteten.

Der Austausch zwischen Ostwestfalen und Kurume besteht bereits seit dem Besuch einer japanischen Delegation im Jahr 2023 bei der IHK in Bielefeld. Ein weiterer Meilenstein folgte 2024, als die IHK Ostwestfalen mit 13 Vertretern von Unternehmen nach Japan reiste und dabei auch Kurume besuchte. Das Treffen mit lokalen Unternehmern fand auf Einladung der dortigen IHK statt.

Zwei Regionen mit starkem Mittelstand

Ziel der damaligen Reise sei es gewesen, bestehende Kontakte zu vertiefen sowie neue Geschäftsmodelle und Marktchancen zu identifizieren. Pigerl-Radtke: „Kurume zeichnet sich durch eine stark mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur aus – eine Parallele, die den Austausch mit dem ostwestfälischen Wirtschaftsraum besonders fruchtbar macht.“

Während eines Empfangs präsentierten sich seinerzeit 19 Lebensmittelunternehmen und Food-Start-ups aus der Region. Erste konkrete Folgeaktivitäten ließen nicht lange auf sich warten: Bereits drei Wochen später waren Vertreter der IHK Kurume zu Gast in Bielefeld und stellten erstmals Produkte aus ihrer Region in Ostwestfalen vor. An diese Dynamik knüpfte nun die aktuelle Veranstaltung an.