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Deutsche Möbelindustrie begrüßt Klarstellung zu US-Zöllen auf Möbel
US-Zölle auf Möbel treffen die Branche, doch die deutsche Möbelindustrie erhält eine Atempause: Einfuhr aus der EU bleibt von den neuen Tarifen verschont. Wie geht es weiter?
Die Akte zu den US-Zöllen auf Importe deutscher Möbelhersteller in die USA kann vorerst einmal geschlossen werden. Symbolbild: adobe stock 16337471501
Herford/Bethlehem (USA) . Die deutsche Möbelindustrie begrüßt die Mitteilung des Weißen Hauses, der zufolge die neuen Zölle auf Küchen- und Polstermöbel nicht für Einfuhren aus der Europäischen Union gelten werden.
„Zumindest bei der Zollhöhe herrscht in diesen volatilen Zeiten erst einmal Klarheit. Wir sehen zwar auch in den 15- Prozent-Zöllen eine große Belastung für unsere Branche, erhoffen uns aber Planungssicherheit“, sagte Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK). „Die Unternehmen der deutschen Möbel- und Küchenmöbelindustrie möchten das US-Geschäft gerne weiter vorantreiben.“
In seiner Erklärung vom 29. September 2025 verkündete US-Präsident Donald Trump Importzölle auf Küchen- und Polstermöbel in Höhe von zunächst 25 Prozent ab 14. Oktober 2025. Zum 1. Januar 2026 sollen die Einfuhrzölle für Länder ohne Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten auf 30 Prozent für Polstermöbel und auf 50 Prozent für Küchenmöbel steigen. Diese Zollsätze gelten aber nicht für Wirtschaftsräume mit bilateralen Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten wie EU, Japan und Vereinigtes Königreich. Für die meisten Möbelimporte aus der EU gilt somit weiterhin der Ende Juli im Handelsabkommen vereinbarte Zollsatz von 15 Prozent.
Die Vereinigten Staaten stellten im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von rund 250 Millionen Euro den zehntgrößten Exportmarkt für die deutsche Möbelindustrie dar. Ein wichtiges Instrument zum Ausbau der Aktivitäten deutscher Hersteller auf dem US-Markt sei der deutsche Gemeinschaftsauftritt auf der amerikanische Küchen- und Badfachmesse KBIS, der im kommenden Jahr zum fünften Mal in Folge organisiert werde, berichtete Kurth. Veranstaltet wird die KBIS von der nordamerikanischen National Kitchen and Bath Association (NKBA) mit Sitz in Bethlehem, Pennsylvania.
„In dieser für unsere Branche unsicheren Zeit stehen wir weiterhin zu unseren Partnern in Deutschland.“ Bill Darcy
„In dieser für unsere Branche unsicheren Zeit stehen wir weiterhin zu unseren Partnern in Deutschland“, sagte Bill Darcy, Global President und CEO der NKBA. „Hier in Nordamerika wissen wir den Wert deutscher Produkte zu schätzen und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die enorme Fachkompetenz, die Deutschland Privatkunden auf der ganzen Welt bietet, bestmöglich zu unterstützen und zu fördern.“
Die NKBA prüfe derzeit die Auswirkungen der neu angekündigten Zölle auf ihre 228 Milliarden Dollar schwere Branche. Die NKBA vertritt Wohnraumdesigner, Bauunternehmer, Umbauspezialisten, Hersteller, Händler und Einzelhändler. „Mit diesem breiten Spektrum an Branchenexperten werden wir unsere Produktionspartner in den Vereinigten Staaten und Kanada sowie in Deutschland, Italien, Brasilien und weltweit weiterhin unterstützen und Wachstumsfelder identifizieren“, sagte Darcy. Eines sei sicher: „Die 55.000 Mitglieder der NKBA sind widerstandsfähig. Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, sie zu stärken und ihnen die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um Stabilität und Wachstum für ihre Kunden und Mitarbeiter zu schaffen.“
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