Kreis Lippe. Das Klinikum Lippe hat Ende Mai Abschied genommen von Prof. Dr. Masoud Mirzaie, der nach rund 20 Jahren als Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie in den Ruhestand getreten ist. In einer Feierstunde würdigten Geschäftsführung, Kolleginnen und Kollegen sowie langjährige Wegbegleiter das außerordentliche Wirken eines Arztes, der die Gefäßchirurgie am Klinikum Lippe über zwei Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt habe, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums.

Prof. Dr. Mirzaie, geboren in Teheran, brach als junger Mann auf, um Medizin zu studieren und seinen Lebensweg als Arzt zu gehen. Diese frühe Erfahrung des Neuanfangs und der Verantwortung hat seinen Blick auf den Beruf dauerhaft geprägt: Medizin sei für ihn nie nur Technik, sondern immer auch Haltung gewesen. Der Mensch hinter der Diagnose stand für ihn stets im Mittelpunkt.

Mirzaie beeindruckte mit fachlicher Expertise und menschlicher Art

Am Klinikum Lippe baute er die Klinik für Gefäßchirurgie mit fachlicher Expertise, Weitblick und Kontinuität auf und aus. Dabei legte er besonderen Wert darauf, dass medizinische Entscheidungen im Team getroffen werden – auf Basis von Wissen, Erfahrung und offenem Austausch. Eine Operation, so seine Überzeugung, sollte immer das letzte Mittel sein, nie der erste Gedanke.

Neben seiner fachlichen Exzellenz war es vor allem seine menschliche Art, die viele im Klinikum Lippe beeindruckt habe: seine Ruhe in schwierigen Situationen, seine Zugewandtheit gegenüber Patienten sowie Mitarbeitenden, seine Fähigkeit, zuzuhören. Er hinterlasse nicht nur eine gut aufgestellte Klinik, er hinterlasse eine Haltung und bleibe so Teil der Geschichte des Klinikums Lippe.

Nachfolger ist Priv.-Doz. Dr. René Rusch

Die Leitung der Klinik für Gefäßchirurgie hat Priv.-Doz. Dr. René Rusch übernommen. Der 46-Jährige bringt umfassende klinische Expertise und wissenschaftliche Erfahrung mit und steht für eine moderne, evidenzbasierte Gefäßmedizin.