Minden. Felix Heintz ist Gründer und Vorsitzender der Rotarian Metalhead Fellowship (RMF) mit Mitgliedern aus vielen Ländern wie beispielsweise USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich und Deutschland. Die RMF gehört zur Rotary-Familie. Der RMF gehören neben Rotariern auch Nicht-Rotarier an.

Er ist Country Manager DACH des Metal Business Club (MetalBC). Neben fünf Niederländern, sind seit Anfang des Jahres auch fünf Deutsche im Kernteam. Vier davon haben sich über die Fellowship kennengelernt. Die Fellowship erreicht man über die Internetseite www.metalbc.com .

Business Club: Welche Werte des Heavy Metal zählen auch im Geschäftsleben?

Der Handschlag zählt hier mehr als in anderen Branchen. Es geht nicht darum, wie Du gekleidet bist. Es geht um Deine Authentizität, die Kommunikation auf Augenhöhe und nicht um den heißen Brei herumzureden.

Wie unterstützt die Fellowship soziale Projekte und sammelt Spenden?

Die Fellowship ist rein Non-Profit und sammelt seit vielen Jahren Spenden über seinen Stand beim Wacken-Festival. In diesem Jahr waren es über 12.000 Euro. Dazu steht vor dem Stand ein Hau-den-Lukas mit der Möglichkeit insgesamt zwei Wacken-Tickets für das folgende Jahr zu gewinnen. Der Einsatz ist eine freiwillige Spende in selbst bestimmter Höhe, wobei die Spenden im Einzelfall teilweise auch 100 Euro und mehr erreichen. Die Spenden gehen vollständig ohne Abzug zur Hälfte an die Urlaubskinder e. V., um Kindern aus ärmeren Verhältnissen die Möglichkeit zu einem Urlaub zu ermöglichen und zur Hälfte an die Wacken Foundation zur Förderung der Musikausbildung von Jugendlichen .

Warum findet die erste deutsche Konferenz des Metal Business Club beim Summer Breeze Open Air statt?

Der noch junge Metal Business Club (MetalBC) hält standesgemäß seine erste Konferenz in Deutschland in Dinkelsbühl einen Tag vor dem dortigen Summer Breeze Open Air 2026 ab. Black Sabbath-Gründungsmitglied Geezer Butler gehört dort zu den Referenten .

Wie entstand die Idee eines eigenen Business-Clubs für Metal-Fans?

Die ersten Gedanken zu einem Metal Business Club stammen ursprüngliche aus 2009. Es war eine Vernetzungsidee, die über mehrere Jahre reifte. Wichtig waren Erfahrungen, die über mehrere Jahre in anderen Businessclubs gesammelt wurden: Was funktioniert, was nicht? Die Entscheidung zur Gründung fiel dann im Jahr 2023. Selbständige und Führungskräfte bekamen eine Plattform zur Zusammenarbeit, zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung .

Felix Heintz ist Gründer und Vorsitzender der Rotarian Metalhead Fellowship. Er ist als IT-Projektleiter, Teamleiter Beratung und Datenschutzbeauftragter tätig. Foto: Karl-Ernst Hunting
Felix Heintz ist Gründer und Vorsitzender der Rotarian Metalhead Fellowship. Er ist als IT-Projektleiter, Teamleiter Beratung und Datenschutzbeauftragter tätig. Foto: Karl-Ernst Hunting

Welche beruflichen Vorteile bietet der Metal Business Club seinen Mitgliedern?

Der Club ist kommerziell angelegt. Der Mitgliedsbeitrag von 800 Euro pro Jahr ist für Selbstständige steuerlich absetzbar. Der Club trägt zum unternehmerischen Weiterkommen bei. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig. Beispielsweise juristisch, im Marketing und bei der Künstlichen Intelligenz. Dabei hilft die große Bandbreite der Berufe. Das ist das A und O. Allein Mitglieder aus der Musikszene zu haben, würde viel zu kurz greifen. Der rein finanzielle Aspekt steht nicht im Vordergrund. Gleichwohl: Für Mitglieder kann sich der Club auch in dieser Hinsicht lohnen. Sie erreichen teilweise ein Vielfaches des Mitgliedsbeitrags als Umsatz allein durch die Verbindungen im Club .

Wie vernetzt sich der Metal Business Club in mittlerweile 17 Städten?

Erst im April in Deutschland gestartet, sind bereits 120 Mitglieder dabei. Tendenz steigend. Die Vernetzung erfolgt nicht nur über Social Media und E-Mails, sondern wesentlich über Meetings, also monatliche Treffen in mittlerweile 17 Städten. Es geht nicht um das gemeinsame Hören von Metalmusik, so schön das auch wäre. Die Meetings dauern etwa anderthalb bis zwei Stunden plus die Zeit zum Netzwerken. Zu den Meetings gehört die Möglichkeit, sich über Unterstützungsbedarf von Mitgliedern auszutauschen. Bestandteil ist auch eine Themendiskussion, ein Unternehmertipp des Monats sowie ein Vortrag .

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