Bielefeld . Der Messebauer formdrei feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen – eine Erfolgsgeschichte, die 1985 zu dritt begann und heute ein Unternehmen mit 53 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umfasst. Aus klassischem Messebau ist längst ein vielseitiger Full-Service-Anbieter geworden. Gründer und Geschäftsführer Armin Hollensteiner blickt zurück, spricht über Veränderungen in der Branche und gibt einen Ausblick auf kommende Entwicklungen.

Als Hollensteiner 1985 gründete, gab es weder Internet noch digitale Tools. Vieles sei langsamer und persönlicher gewesen – aber das heute Erreichte möchte er keinesfalls missen: „Die Kooperation mit den Messeveranstaltern war einfacher. In der Reflexion möchte ich die heutigen Möglichkeiten jedoch nicht missen.“ Gestartet wurde zu dritt, unterstützt von studentischen Aushilfen. Einige von ihnen wurden später die ersten Festangestellten – ein frühes Zeichen für das, was formdrei bis heute prägt: Weiterentwicklung aus den eigenen Reihen.

„Unsere Branche lebt vom Wunsch nach persönlichen Kontakten – und das kann die digitale Welt nicht ersetzen.“ Armin Hollensteiner

Hollensteiners Begeisterung für den Messebau entstand früh: Als grafischer Zeichner in einer Werbeagentur kam er erstmals mit Messegestaltung in Berührung. „Die Verbindung von Kreativität und Handwerk, die Arbeit an verschiedenen Orten und der Umgang mit Kunden aus vielen Branchen – das hat mich fasziniert.“ Besonders prägend sei für ihn der Umzug 1999 in die neuen Geschäftsräume gewesen: „Das war eine inspirierende Aufbruchstimmung und der Start in eine neue Ära.“

40 Jahre Wandel – und der Kunde bleibt bei formdrei im Mittelpunkt

In vier Jahrzehnten hat sich vieles verändert: Themen, Formate, Technologien. Was bleibt, ist die Grundidee: Räume für persönlichen Austausch zu schaffen. „Unsere Arbeit hat sich kontinuierlich den Bedürfnissen unserer Kunden angepasst“, erklärt Hollensteiner. Die Digitalisierung eröffne dabei ganz neue Möglichkeiten – von effizienterer Planung über Dokumentation bis hin zu modularen Konzepten.

Teamarbeit statt Allrounder – formdrei meistert neue Herausforderungen im Messebau

Die Zeiten des klassischen Messebau-Allrounders seien weitgehend vorbei. „Heute braucht es Spezialisten auf vielen Ebenen“, sagt Hollensteiner. Eine gewisse Unternehmensgröße sei nötig, um Fachgewerke kompetent abzudecken. Gleichzeitig wächst der Bedarf an optimaler Abstimmung und Zusammenarbeit im Team. Um Mitarbeitende im Wandel zu begleiten, setzt formdrei auf eine Mischung aus Fortbildung, Learning by Doing und dem Vertrauen, jungen Talenten Gestaltungsspielraum zu geben.

Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Kosten – Herausforderungen als Chance

Die Branche steht unter Druck: Steigende Kosten, neue Nachhaltigkeitsanforderungen, digitale Transformation. Doch Hollensteiner sieht darin vor allem Potenzial: „Wer permanent seine Hausaufgaben macht, betrachtet Problemstellungen eher als Impuls. Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind wichtige Grundlagen für Dokumentation und Modularität – und damit für ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.“

Blick nach vorn: Messebau bleibt persönlich

Für die kommenden Jahre erkennt er klare Trends: Hausmessen, Showrooms und spezialisierte Events gewinnen an Bedeutung. Kostenoptimierung und klarer ROI werden immer wichtiger, um Messen als Marketinginstrument attraktiv zu halten. Trotz aller digitalen Entwicklungen ist Hollensteiner überzeugt: „Unsere Branche lebt vom Wunsch nach persönlichen Kontakten – und das kann die digitale Welt nicht ersetzen.“

Ein Blick auf die Spezialisten des Messebauers formdrei