Minden . „Wir sind sehr stolz auf die Innovationskraft der Melitta Gruppe, die sich im gesamten Unternehmen in Produktneuheiten, innovativen Methoden und Prozessen zeigt. Innovationstreiber sind außerdem die Bereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit“, sagt Johanna Ober-Sundermeyer, Head of Corporate Innovation. „Der Preis ist eine Belohnung für den Mut der Mitarbeitenden, die bewusst über den Tellerrand hinausschauen und etwas Neues wagen.“

Im Kern geht es bei der TOP 100-Analyse darum, ob Innovationen das Ergebnis eines strukturierten Innovationsmanagements in den Unternehmen sind – oder ob sie eher zufällig entstehen. Die Prüfkriterien gliedern sich in fünf Kategorien: Innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima, Innovative Prozesse und Organisation, Außenorientierung/Open Innovation sowie Innovationserfolg.

„Die Melitta Gruppe verfolgt eine Innovationsstrategie, die auf Offenheit, Zusammenarbeit und Unternehmertum basiert, wobei der Konsument im Fokus steht. Seit Gründung des Unternehmens, das auf der Erfindung des Kaffeefilters durch Melitta Bentz beruht, war es unser Anspruch, Trends und Bedürfnisse früher aufzuspüren und in Produkte umzusetzen als andere. Dies gilt heute noch viel mehr als früher“, erklärt Johanna Ober-Sundermeyer.

Methodenvielfalt trifft auf Macherkultur

Um Ideen nicht nur schnell zu bewerten, sondern auch erfolgreich umzusetzen, nutzt Melitta vielfältige Methoden. Für die kundenzentrierte Lösungsfindung kommt Design-Thinking zum Einsatz, während Scrum agiles Projektmanagement ermöglicht. „Kanban Boards“ schaffen Transparenz in den Arbeitsprozessen, und spezielle Methoden-Workshops erlauben iteratives Testen neuer Ansätze. Sogar für die Entwicklung ganzer Geschäftsmodelle gibt es mit dem eigens entwickelten „Melitta Business Model Canvas“ ein spezifisches Werkzeug.

„Wir leben eine Innovationskultur, die geprägt ist von Offenheit und der Bereitschaft, auch mal Fehler zu machen. Deshalb setzen wir auf Formate wie „Fuck Up Nights.“ Johanna Ober-Sundermeier

Die Auszeichnung nahmen Ann-Kathrin Büsing (links) und Carolin Griepenstroh entgegen. Ranga Yogeshwar überreichte die Auszeichnungen an die Preisträger in den verschiedenen Kategorien. Mit 26 Forschungspreisen und über 200 Veröffentlichungen gehört er international zu den führenden Innovationsforschern. Foto: Melitta Gruppe
Die Auszeichnung nahmen Ann-Kathrin Büsing (links) und Carolin Griepenstroh entgegen. Ranga Yogeshwar überreichte die Auszeichnungen an die Preisträger in den verschiedenen Kategorien. Mit 26 Forschungspreisen und über 200 Veröffentlichungen gehört er international zu den führenden Innovationsforschern. Foto: Melitta Gruppe

Diese Methoden sind jedoch kein Selbstzweck, sondern Teil einer gelebten Innovationskultur, die tief im Unternehmen verwurzelt ist und aktiv gefördert wird. Regelmäßige Veranstaltungen wie die „Innovation Roadshow“, der „Trend Day“ oder auch „Fuck Up Nights“, bei denen offen über Fehler gesprochen wird, schaffen ein Umfeld, in dem Neues entstehen kann. Das Unternehmen profitiert von der Beteiligung der Mitarbeiter: Allein 2023 wurden rund 700 Verbesserungsvorschläge eingereicht, von denen etwa 20 % umgesetzt wurden.

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Dass dieser Mix aus Struktur, Methode und Kultur Früchte trägt, zeigen konkrete Innovationen jüngerer Zeit. Ein Beispiel ist die Entwicklung von „Avoury“, einer Premium-Kapselmaschine speziell für Tee, die Technologie und Design verbindet und womit ein neues Marktsegment erschlossen wurde. Auch gänzlich neue Geschäftsmodelle, wie ein Mietmodell für Kaffeemaschinen, zeugen von der Fähigkeit, etablierte Märkte neu zu denken.

Entwicklungen von Melitta reichen von Teekapsel bis zur KI

Selbst im Bereich künstliche Intelligenz ist das Unternehmen mit der Entwicklung von „Melina“ aktiv, einer internen KI-Anwendung. In einer geschützten Umgebung unterstützt sie bei Aufgaben wie Texterstellung, Analysen oder Recherchen unter Wahrung der Datensicherheit. Diese Beispiele verdeutlichen, wie Melitta seine Innovationsgeschichte fortschreibt — getragen von einer Strategie und Prozessen, die sicherstellen, dass gute Ideen nicht nur entstehen, sondern auch zum Erfolg geführt werden, gestützt durch ein sichtbares Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.