Bad Salzuflen. Wer das „Stadtlächeln“ betritt, hat nicht das Gefühl, gerade in einer Zahnarztpraxis gelandet zu sein. Dafür hat Praxisgründerin Lena Minnig gesorgt. Die Farbe Weiß sucht man in den Räumen im Medicampus Bad Salzuflen nahezu vergeblich. Stattdessen hat die Zahnärztin in der komplett nach ihren Entwürfen gestalteten Praxis eine warme, einladende Atmosphäre geschaffen: Blumen am Empfang, gemütliche Polstersessel im Wartezimmer, daneben eine Spielecke für Kinder. Im Behandlungszimmer ziehen nicht nur modernste Geräte, sondern auch farbenfrohe Kunst und der Ausblick über die Salzestadt die Blicke auf sich.

Aber nicht nur bei der Gestaltung der Praxisräume wollte die 31-Jährige eigene Wege gehen. Als angestellte Zahnärztin hatte sie immer wieder Situationen erlebt, in denen sie dachte: „Das würde ich gerne anders machen.”

Von der eigenen Idee zur Zahnarztpraxis in Bad Salzuflen

„Der Wunsch nach einer eigenen Praxis ist aus der Vorstellung entstanden, wie ich Zahnmedizin praktizieren möchte”, erklärt Lena Minnig. Dabei ging es ihr nicht nur um die medizinische Behandlung, sondern um das gesamte Praxiserlebnis. „Meine Patienten sollen sich wohl, gut aufgehoben und ernst genommen fühlen“, betont die Salzuflerin. „Moderne Zahnmedizin, persönliche Betreuung und eine angenehme Umgebung sollen bei mir Hand in Hand gehen.”

Eins war deshalb schnell klar: Eine bestehende Praxis zu übernehmen, kam für sie nicht infrage. Lena Minnig wollte von Grund auf neu anfangen, um die eigenen Ideen konsequent umsetzen. Die passenden Räume dafür fand sie im Neubau an der Parkstraße.

„Der Ausbau der Mietfläche war schon eine besondere Herausforderung“, erinnert sich die Mutter eines neun Monate alten Sohnes, die mit ihrer Familie nur zehn Minuten entfernt wohnt. Rund zwei Jahre dauerte es von der ersten Idee bis zur Eröffnung des „Stadtlächelns”. „Diese Zeit hat einiges an Nerven gekostet.” Doch für das Ergebnis gab es bereits viel Lob von den Patienten. Auch der Name passt zum Wohlfühl-Konzept: „Ich wollte bewusst keinen klassischen Praxisnamen. Stadt steht für die Verbundenheit mit Bad Salzuflen, Lächeln für das, worum es uns jeden Tag geht.“

Modern, symphatisch und positiv: Mit „Stadtlächeln" hat Lena Minnig ihrer Praxis einen Namen gegeben, der im Gedächtnis bleibt und zur Atmosphäre passt. Foto: Benni Janzen

Modern, symphatisch und positiv: Mit „Stadtlächeln” hat Lena Minnig ihrer Praxis einen Namen gegeben, der im Gedächtnis bleibt und zur Atmosphäre passt. Foto: Benni Janzen

Mit der Eröffnung im September ging es für Lena Minnig nach einem Jahr Babypause von 0 auf 100. Im Alltag mit Kind ist zwar ein hohes Maß an Organisation gefragt, doch die Familie unterstützt sie dabei. Umso mehr freut sich die Zahnärztin, ihre Praxis nun mit Leben zu füllen: „Hier macht das Arbeiten einfach Spaß.”

Fachliche Kompetenz und Empathie im Praxisalltag

Die Grundlage dafür ist für Lena Minnig die fachliche Kompetenz. Nach ihrem erfolgreichen Studium in Hannover erhielt sie 2019 ihre Approbation. Anschließend absolvierte sie das Curriculum in der Kinder- und Jugendzahnheilkunde, erwarb einen Master in Parodontologie und Implantattherapie und promovierte im Oktober 2026 zum Dr. med. dent.

Lena Minnig nimmt die Fragen und Sorgen ihrer Patienten ernst, so dass für jeden die passende Behandlung gefunden werden kann. „Dazu gehört für mich auch, Dinge verständlich zu erklären”, betont die Zahnärztin. Foto: Benni Janzen

Eine gute Zahnärztin zu sein, bedeutet für Lena Minnig aber mehr als fachliches Können: „Mir ist es wichtig, den Menschen hinter dem Patienten zu sehen. Das heißt, dass ich zuhöre, Patienten mit Empathie begegne und auf ihre Bedürfnisse eingehe“, erläutert die 31-Jährige. „Wir nehmen uns bei der Behandlung Zeit, verständlich zu erklären, was wir machen und warum.“

Teamkultur und Zukunftspläne für „Stadtlächeln“

Im „Stadtlächeln” ist die Salzuflerin nicht nur Zahnärztin, sondern auch Chefin. „Mir ist es wichtig, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem man gerne arbeitet und sich als Teil des Teams fühlt.” Dazu tragen unter anderem ein großzügiger Sozialraum und gemeinsame Aktivitäten wie ein Team-Frühstück bei. Entscheidend sind für die Praxisgründerin aber vor allem ein respektvoller Umgang und gegenseitige Wertschätzung. „Nicht nur die Patienten, auch meine Mitarbeitenden sollen sich hier gut aufgehoben fühlen.“

Noch sind nicht alle Behandlungsräume ausgebaut, doch Lena Minnig hat bereits konkrete Pläne für die Zukunft: „Meine Vision ist ein Behandler-Team mit unterschiedlichen Schwerpunkten. So können wir unseren Patienten langfristig ein breites Spektrum der Zahnmedizin auf hohem Niveau und unter einem Dach anbieten.”

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