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Diskutierten angeregt mit den Gästen (v.l.n.r.): Martin Raithel (IHK Lippe), Michael Hanschmidt (Büro für Zukunft (Köln)), Antje Bröhl (Schulleiterin Gertrud Bäumer Realschule Gelsenkirchen Mitte), Dirk Menzel (Lippe Bildung eG), Irmgard Weishaupt (Leiterin Regionale schulpsychologische Beratung Lippe) und Dr. Claudia Böhm-Kasper (Kreis Lippe). Foto: IHK Lippe
Kreis Lippe. Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Schulen, Institutionen und Verwaltung nahmen im November am Forum Fachkräftesicherung der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) teil. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Ausbildung unter den heutigen Rahmenbedingungen erfolgreich gestaltet werden kann – angesichts sinkender Bewerberzahlen, wachsender Orientierungslosigkeit und steigender Erwartungen an Betriebe.
Martin Raithel, Abteilungsleiter Aus- und Weiterbildung / Fachkräfte bei der IHK Lippe, und Dirk Menzel, Vorstand der Lippe Bildung eG, begrüßten die Teilnehmenden und moderierten gemeinsam durch den Tag. Beide betonten, dass Ausbildung längst zu einem zentralen Faktor der regionalen Fachkräftesicherung geworden ist – und zugleich neu gedacht werden muss.
Schule, Wirtschaft und Elternhaus sind gefragt
Zum Auftakt machte Claudia Böhm-Kasper vom Kreis Lippe deutlich, wie stark gesellschaftliche Veränderungen, schulische Rahmenbedingungen und individuelle Lebenslagen die Ausbildungspraxis beeinflussen: „Wir sehen zunehmend, dass junge Menschen heute anders lernen, anders leben und anders arbeiten wollen. Das erfordert von allen Partnern – Schule, Wirtschaft und Elternhaus – ein gemeinsames Verständnis und neue Formen der Begleitung.“
Für spürbare Energie sorgte die Keynote von Michael Hanschmidt vom Büro für Zukunft (Köln). Mit seinem Vortrag „Es ist, wie es ist – wie gehen wir damit um?“ traf er den Nerv vieler Ausbildungsbetriebe: „Wir werden die Realität junger Menschen nicht ändern können, indem wir sie kritisieren. Aber wir können sie verändern, indem wir sie verstehen“, so Hanschmidt. „Wenn wir als Ausbildende lernen, anders zuzuhören und Sinn zu vermitteln, gewinnen wir nicht nur Fachkräfte – wir gewinnen Mitstreiter.“
„Genau die Plattform, die es braucht“
In sechs Workshops diskutierten die Teilnehmenden praxisnah über Themen wie Selbstregulation und Lernorganisation bei Auszubildenden, Schulabsentismus, Resilienzförderung und motivationsorientierte Ausbildungsgestaltung. Besonders geschätzt wurde der offene Erfahrungsaustausch zwischen Schule und Betrieb – viele lobten die Mischung aus wissenschaftlichem Input, Praxisbeispielen und direkt umsetzbaren Ideen für den Ausbildungsalltag.
Das Stimmungsbild am Ende des Tages war ausgesprochen positiv: Die Teilnehmenden beschrieben das Forum als „anregend“, „praxisnah“ und „genau die Plattform, die es braucht“. Viele betonten den hohen Mehrwert des Formats: neue Perspektiven auf die Generation Z, konkrete Werkzeuge für die Ausbildungsarbeit und die Möglichkeit, über die eigenen Grenzen hinauszuschauen. Das Forum habe gezeigt, dass es nicht allein um Problembeschreibungen gehe, sondern um konkrete Lösungsansätze und gemeinsames Lernen – ein Tag, der Mut mache und neue Energie für die Fachkräftesicherung gebe.
Ausbildungsregion Lippe stärken
Dirk Menzel betonte aus Sicht der Lippe Bildung eG die Bedeutung funktionierender Bildungsnetzwerke: „Als Lippe Bildung eG sehen wir unsere Aufgabe darin, Brücken zu bauen – zwischen Schule und Betrieb, zwischen Orientierungslosigkeit und beruflicher Perspektive. Wenn junge Menschen heute weniger Bewerbungen schreiben und häufiger unsicher sind, welcher Weg der richtige ist, braucht es mehr als Appelle. Wir müssen Strukturen schaffen, die begleiten, Orientierung geben und Lust auf berufliche Bildung machen. Genau dazu trägt dieses Forum bei.“
Martin Raithel machte deutlich, dass die betriebliche Realität vieler Ausbildungsbetriebe inzwischen ein echter Stresstest für das Ausbildungssystem geworden ist: „Viele Betriebe berichten, dass sie kaum noch Bewerbungen erhalten – während zugleich der Unterstützungsbedarf der Auszubildenden steigt. Das fordert uns alle heraus. Aber genau darin liegt auch die Chance: Ausbildung wird persönlicher, individueller und bedeutsamer. Wer Jugendlichen heute Orientierung, Wertschätzung und Entwicklung bietet, gewinnt nicht nur Fachkräfte, sondern überzeugt eine ganze Generation.“
Das Forum Fachkräftesicherung versteht sich als Plattform für Austausch, Impulse und gemeinsame Strategien zur Fachkräftesicherung in Lippe – mit dem klaren Ziel, die Ausbildungsregion Lippe zu stärken und Zukunftsperspektiven für junge Menschen und Betriebe gleichermaßen zu eröffnen.
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