Bad Oeynhausen . Geothermie ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Sie nutzt die in der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie zum Heizen, Kühlen und zur Stromerzeugung und verursacht im Gegensatz zu fossilen Energieträgern kaum CO2-Emissionen. Für die Umsetzung geothermischer Anlagen sind Experten mit Know-how und Fingerspitzengefühl gefragt – zum Beispiel, wenn die Erdwärme aus Bohrungen von bis zu 3.000 Metern stammt.

„In so einem Fall sind besonders leistungsfähige Anlagen erforderlich“, weiß Mirsad Bakija. Der Geschäftsleiter des KÖGEL-Tochterunternehmens KB Anlagenbau realisierte mit seinem Team eine Aufpanzerung für eine Hochleistungsgeothermieanlage im Auftrag der Robke Erdöl und Erdgastechnik GmbH.

Arbeiten im Millimeterbereich

Für den weltweit agierenden Kunden übernahm das Team von KB Anlagenbau Schweißarbeiten am Hochdruckverschluss einer Geothermieanlage. „Dadurch wird der Verriegelung vor Korrosion oder möglichen Undichtigkeiten geschützt“, erläutert Bakija. „Später wird der Verschluss circa 20 Meter unter der Erde liegen und zum Beispiel mit einer säurehaltigen Stickstoffflüssigkeit in Verbindung kommen“, führt er weiter aus.

Die geothermischen Anlagen der Firma Robke liefern Wärmeenergie für Kunden auf der ganzen Welt. Foto: KB Anlagenbau
Die geothermischen Anlagen der Firma Robke liefern Wärmeenergie für Kunden auf der ganzen Welt. Foto: KB Anlagenbau

Für die Experten von KB Anlagenbau besteht die Herausforderung darin, eine gleichmäßige Wandstärke aus verschiedenen Schichten im Millimeterbereich durch Schweißarbeiten herzustellen. „Hierbei ist präzises Vorgehen gefragt, bei der wir unter anderem die Grundtemperatur des Materials permanent überwachen“, unterstreicht Mirsad Bakija. Eine dreitägige Testphase mit Probeschweißungen und die anschließende Überprüfung der Ergebnisse durch eine unabhängige Überwachungsstelle stellten sicher, dass der Werkstoff auch nach dem Schweißen seine genormten Eigenschaften wie Härte und Biegung behielt.

Die Firma Robke Erdöl und Erdgastechnik GmbH arbeitet Tag und Nacht für die einwandfreie Funktionalität ihrer geothermischen Anlagen. Foto: KB Anlagenbau
Die Firma Robke Erdöl und Erdgastechnik GmbH arbeitet Tag und Nacht für die einwandfreie Funktionalität ihrer geothermischen Anlagen. Foto: KB Anlagenbau

Erfolgreiche Zusammenarbeit

„Die Robke Erdöl und Erdgastechnik GmbH hat uns schon 2024 über unsere Internetseite für einen ersten Auftrag angefragt“, erinnert sich der Geschäftsführer. »“Dort durften wir Schweißarbeiten an den Rohrverbindungen für geothermische Anlagen erledigen. Weil unsere Leistung den Kunden überzeugt hat, kam der Nachfolgeauftrag zustande“, so Bakija.

Geschäftsführer Mirsad Bakija von KB Anlagenbau freut sich über die erfolgreiche Arbeit seines Teams und einen weiteren zufriedenen Kunden. Foto: KB Anlagenbau
Geschäftsführer Mirsad Bakija von KB Anlagenbau freut sich über die erfolgreiche Arbeit seines Teams und einen weiteren zufriedenen Kunden. Foto: KB Anlagenbau

Der Austausch zwischen dem Auftraggeber und KB Anlagenbau funktioniert hervorragend. „Die Verantwortlichen haben sich bei uns vor Ort selbst von unserer Arbeit überzeugt und waren begeistert. Teilweise werden diese Schweißarbeiten bereits von Robotern übernommen, aber gemeinsam konnten wir sogar bessere Ergebnisse erzielen“, erzählt Mirsad Bakija stolz.

Er freut sich besonders darüber, dass sein Team aktiv an der Lösung mitgearbeitet und sie zu einem großen Teil selbst entwickelt hat. »Damit haben wir nicht nur unsere Kompetenzen erweitert, sondern auch einen großartigen Kunden für uns gewonnen«, sagt Mirsad Bakija.

Das sagt der Kunde über die Zusammenarbeit:

„Von Tag eins an überzeugt KB Anlagenbau nicht nur im Bereich Schweißarbeiten, sondern auch in der Organisation, Termintreue und Transparenz. Mit KB Anlagenbau haben wir einen kompetenten und zuverlässigen Partner an unserer Seite und freuen uns auf die Umsetzung vieler weiterer Projekte.“ Andrew Ellis, Senior Sales & Service Supervisor

Infobox: Das Projekt in Zahlen

  • Geothermischer Verschluss 20 Meter unter der Erde
  • Bohrungen bis zu 3.000 Meter tief