Marl/Bad Oeynhausen. Mit dem neuen Geschäftsbereich „Bauen im Bestand“ hat KÖGEL Bau Anfang 2025 sein Leistungsspektrum erweitert. Ihre Kompetenzen bei komplexen Projekten für Industrie- und Gewerbekunden stellen die Fachleute seit September in Marl unter Beweis: Für ein international agierendes Chemieunternehmen übernimmt das Team um Horst Haake und Stefan Pott den Neubau eines Produktionsgebäudes für eine Mineralsalzanlage. Ebenfalls mit am Start: die KÖGEL Baubereiche Hoch- und Schlüsselfertigbau.

Die Zusammenarbeit zwischen KÖGEL und dem Chemieunternehmen kam über Horst Haake zustande. Der erfahrene Projektleiter hatte für den Kunden bereits mehrere Maßnahmen, wie Tiefbauarbeiten, eine Kläranlage oder Umbauten im Bestand, realisiert – oft im laufenden Betrieb, mit engen Abstimmungen und dem stetigen Fokus, die Produktion möglichst schnell wieder aufzunehmen. „Genau diese Art der Zusammenarbeit hat der Kunde geschätzt und uns des halb mit diesem Großprojekt beauftragt“, erläutert Bereichsleiter Stefan Pott.

Spezialisten von KÖGEL Bau behalten den laufenden Produktionsbetrieb im Blick

Auf dem ehemaligen Hoesch-Gelände betreibt das Unternehmen Evonik den Chemiepark Marl und vergibt Parzellen, auf denen Unternehmen selbst bauen können. Der Vorteil: Infrastruktur wie Werksfeuerwehr, Sicherheitsdienste und ein zentrales Pförtnerkonzept gibt es bereits und können von allen Chemieunternehmen gemeinsam genutzt werden.

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Aufgrund der komplexen Anforderungen in Bezug auf die Produktionstechnik sind Flexibilität und Lösungsorientierung gefordert. „Der Bauablauf muss sehr eng mit den Anforderungen der Produktion abgestimmt werden“, betont Stefan Pott. „Immer den laufenden Betrieb im Blick zu behalten, ist eine echte Herausforderung, die aber für uns genau den Kern von Bauen im Bestand ausmacht“, ist er überzeugt.

„Wir bekommen eine fertige Ausführungsplanung und begleiten das Projekt dann bis zur schlüsselfertigen Übergabe, inklusive aller Abstimmungen und Koordinationen“, umreißt der Bereichsleiter den Leistungsumfang. Während der Bauphase müssen schon große Teile der Produktionstechnik integriert werden. „Sobald das Gebäude dicht ist, geht das nicht mehr“, unterstreicht er.

Individuelle Lösungen sparen Zeit und Geld

Die Abstimmung der KÖGEL-Mannschaft mit dem Kunden ist eng und konstruktiv. „Schon im Vergabegespräch haben wir signalisiert, dass wir Lösungen mitbringen und flexibel sind“, berichtet Stefan Pott. Das bewies das Team zum Beispiel mit einer alternativen Abdichtung des Kellerbereichs als Braune Wanne, welche nun umgesetzt wird.

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„Diese Bauweise ist in Österreich und Großbritannien weit verbreitet und wurde von uns erfolgreich bei anderen Bauvorhaben realisiert. Der Clou: Im Gegensatz zur klassischen schwarzen Wanne, die allein durch eine äußere Abdichtung gegen Wasser schützt, steht die braune Wanne mit einer zusätzlichen äußeren Abdichtungsschicht in Verbindung mit dem Beton“, erläutert Horst Haake. „Neben einem besonders hohen Schutz vor eindringendem Wasser ist diese Variante sogar kostengünstiger und schneller umsetzbar.“

So sieht die Produktion des Chemieunternehmens in Marl im Sommer 2027 aus. Visualisierung: KÖGEL BAU
So sieht die Produktion des Chemieunternehmens in Marl im Sommer 2027 aus. Visualisierung: KÖGEL BAU

„Das Bauvorhaben in Marl passt perfekt zum Jahresmotto von KÖGEL Bau: LÖSUNGEN – Gemeinsam Mehrwert schaffen“, findet Stefan Pott und ergänzt: „Unser vor Kurzem gegründeter Bereich ‚Bauen im Bestand‘ hat für dieses Großprojekt den Hoch- und Schlüsselfertigbau als weitere KÖGEL Kompetenzen mit ins Boot geholt. ‚GEMEINSAM SICHER STARK‘ führen wir diesen Auftrag nun zusammen aus.“