Porta Westfalica . 560 Mitarbeiter, verteilt über zehn Länder und schon seit fast 20 Jahren in China aktiv. Das sind nur einige wenige Eckdaten der BERNSTEIN AG, die trotz der globalen Ausrichtung ihren Firmensitz seit 1947 in Porta Westfalica hat.

Hans Bernstein gründete hier zunächst die Firma „BERNSTEIN Spezialfabrik für Schaltkontakte“, aus der die heutige BERNSTEIN Gruppe hervorging. Hans-Joachim Bernstein, sein ältester Sohn, schrieb die Erfolgsgeschichte maßgeblich fort. Unter seiner Leitung, gemeinsam mit seiner Frau Gisela Bernstein, entwickelte sich das Unternehmen zur heutigen international tätigen Technologiegruppe.

Das Gründer-Ehepaar Ursula Bernstein und Hans Bernstein stammt eigentlich aus Leipzig und landete 1947 zufällig in Porta Westfalica. Der einfache Grund: Der Zug fuhr einfach nicht weiter. Foto: pr

Inzwischen wird das Familienunternehmen in dritter Generation durch Nicole und Achim Bernstein, den Enkelkindern des Firmengründers, geführt. Zwischen dem Hauptstandort in Porta Westfalica- Hausberge und der am weitesten entfernten Tochtergesellschaft in Taicang (China) liegen 8.627 Kilometer. Sie wurde 2005 gegründet. Nah am Kunden und mit kurzen Lieferwegen ist das Unternehmen am chinesischen Markt vor allem in der Aufzugbranche erfolgreich. Um der hohen Nachfrage an Türkontaktschaltern nachzukommen, erweiterte BERNSTEIN China seine Produktion erst vor kurzem um eine moderne Montagelinie.

In Taicang, der rund 700.000 Einwohner zählenden Stadt 50 Kilometer von Shanghai entfernt, siedelte sich BERNSTEIN 2005 an. Foto: pr/Bernstein AG

„Zu Beginn wurden in China etwa 600.000 Türkontakte jährlich produziert. Mittlerweile reden wir von 4 Millionen.“ Jan Assmann

„Zu Beginn wurden in China etwa 600.000 Türkontakte jährlich produziert. Mittlerweile reden wir von 4 Millionen“, zeigt Jan Assmann, Geschäftsführer von BERNSTEIN in China, die Zahlen auf. Doppelt so lange, nämlich bereits seit 1985, ist BERNSTEIN mit jeweils einer eigenen Tochtergesellschaft in Frankreich, Österreich und Großbritannien am Markt. 2006 folgten noch Standorte in der Schweiz und in Ungarn. Darüber hinaus stellen zahlreiche Partnerunternehmen und Distributoren sicher, dass BERNSTEIN-Produkte weltweit verkauft werden und so rund um den Globus für Sicherheit in vielen verschiedenen Branchen und Industriezweigen sorgen.

Innovationen aus Porta Westfalica schützen Menschen weltweit vor Arbeitsunfällen

Als Anbieter für industrielle Sicherheits- und Gehäusetechnik fasst die BERNSTEIN AG ihre Kompetenzen in den Bereichen DETECT und PROTECT zusammen. Die beiden Geschäftsbereiche DETECT (Schalter, Sensoren, Sicherheitstechnik) und PROTECT (Gehäusetechnik) agieren als zwei eigenständige Vertriebsbereiche – vereint unter der Dachmarke BERNSTEIN. So überwacht beispielsweise eine der jüngsten DETECT Entwicklungen, das SMART Safety System, Industrieanlagen und Industriemaschinen. Es bewahrt Mitarbeiter vor Verletzungen, indem es die Anlagen abschaltet oder erst gar nicht in Betrieb nimmt, solange beispielsweise eine Schutzeinrichtung nicht ordnungsgemäß geschlossen ist.

Bernstein AG ist ein Möglichmacher der Industrie 4.0

Bei der Neuentwicklung lag der Fokus auf das dazugehörige Diagnosesystem. Es liest eine Vielzahl von Daten aus und macht sie zentral und flexibel für eine intelligente Produktion verfügbar. Damit unterstützt BERNSTEIN seine Kunden durch den Einsatz digitaler Informationen in der Umsetzung ihrer Industrie 4.0. Somit werden Produkt- und Prozessqualität und letztlich die Maschineneffektivität gesteigert.