Detmold/ Lemgo. Die Wortmann Gruppe (Tamaris) baut in der Smart Factory OWL, dem Reallabor des Fraunhofer IOSB-INA und der TH OWL in Lemgo, die Fähigkeiten ihrer Führungskräfte für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) aus.

Mit einem ganztägigen Führungskräfte-Workshop sowie einer unternehmensweiten KI-Challenge, in der Mitarbeitende eigene Ideen zur Optimierung von Prozessen mit Hilfe von KI einreichen konnten, stärkt das Detmolder Familienunternehmen seine digitale Zukunftsfähigkeit und die Zusammenarbeit mit der regionalen Forschungslandschaft in Ostwestfalen-Lippe. Ziel ist es, die Wirtschaftsregion OWL langfristig zu stärken.

Wettbewerbsfähigkeit in der Region stärken

Führungskräfte aus verschiedenen Unternehmensbereichen der Wortmann Gruppe nahmen an dem ganztägigen Workshop teil. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie digitale Technologien und KI künftig im Unternehmen eingesetzt werden können, um Prozesse zu verbessern und Arbeitsplätze in der Region zukunftssicher zu machen. Es geht dabei ausdrücklich nicht nur um Effizienzgewinne im Unternehmen, sondern auch um einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsregion OWL.

KI-Challenge: Mitarbeitende liefern Ideen zur Prozessoptimierung

Parallel zum Workshop treibt Wortmann das Thema KI auch im gesamten Unternehmen voran. In einer internen KI-Challenge konnten Mitarbeitende eigene Ideen zur Optimierung von Prozessen mit Hilfe von KI einreichen. Eine interne Jury bewertet die eingereichten Vorschläge und zeichnet die drei besten Ideen mit einem Preisgeld aus. Die Einreichungsphase der Challenge endete in der vergangenen Woche, und die Sieger werden in den kommenden Wochen gekürt. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich Wortmann gerade sehr gezielt und umfassend mit KI auseinandersetzt.

Vormittags erhielten die Teilnehmenden eine Führung durch die Smart Factory OWL und hörten spannende Impulsvorträge zum Thema KI von erstklassigen Keynote-Speakern. Am Nachmittag stellten alle Führungskräfte der Wortmann Gruppe ihre eigenen KI-Visionen und -ansätze für ihre jeweiligen Unternehmensbereiche vor, um konkrete Einsatzmöglichkeiten zu identifizieren und gemeinsame Projekte für die weitere Umsetzung im Unternehmen anzustoßen.

„Ein zukunftsfähiges Unternehmen muss Künstliche Intelligenz implementieren und gleichzeitig seine Mitarbeitenden auf diese Reise mitnehmen“ Jens Beining, CEO

Die Smart Factory OWL ist das Reallabor des Fraunhofer IOSB-INA und zugleich eine gemeinsame Forschungs- und Demonstrationsplattform mit der Technischen Hochschule OWL. In der Lemgoer Industrie-4.0-Fabrik werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der industriellen Automation und Künstlichen Intelligenz mit der Praxis verknüpft. Jährlich informieren sich rund 5.000 Besuchende aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft vor Ort über neue Anwendungen.

„Ein zukunftsfähiges Unternehmen muss Künstliche Intelligenz implementieren und gleichzeitig seine Mitarbeitenden auf diese Reise mitnehmen“, sagt Jens Beining, CEO und geschäftsführender Gesellschafter der Wortmann Gruppe. „Mit dem Workshop in der Smart Factory OWL und der unternehmensweiten KI-Challenge haben wir einen weiteren Meilenstein gelegt: Wir sensibilisieren unsere Führungskräfte und Mitarbeitenden für die Möglichkeiten von KI, stoßen konkrete Projekte an und zeigen, dass sich das Detmolder Familienunternehmen, fern der großen Tech-Zentren, intensiv mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzt.“

Auch das Frauenhofer IOSB-INA unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen. „Gerade mittelständische Familienunternehmen wie Wortmann spielen eine zentrale Rolle für den Arbeitsmarkt in OWL“, sagt Astrid Alteheld, Referentin des Direktoriums des Fraunhofer IOSB-INA. „Wir sehen hier sehr konkret, wie KI-Anwendungen die Abläufe effizienter und gleichzeitig menschengerechter machen können. Davon profitieren am Ende sowohl die Unternehmen als auch die Beschäftigten in der Region.“