Worpswede/Bad Oeynhausen. Vor etwa 20 Jahren boomten Biogasanlagen in der Landwirtschaft. Heute sind viele von ihnen sanierungsbedürftig, da die beim Gärprozess entstehende Schwefelsäure den Beton der Behälter angreift. Die KÖGEL Bausanierung macht die Anlagen wieder fit – ein Aufgabenfeld mit jeder Menge Potenzial für die Zukunft.

Zuletzt waren Daniel Slotta und Thomas Menzel mit ihren Kollegen in Worpswede bei Bremen im Einsatz. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb verlängerten sie für die KERKHOFF Energietechnik GmbH die Lebensdauer eines Fermenters . Dabei profitierten sie auch von ihrer Expertise im Klärwerksbereich. Mit fünfeinhalb Jahren war der Rundbehälter der Biogasanlage noch relativ jung.

Warum musste ihr Team trotzdem tätig werden?

Thomas Menzel: Solche Behälter bestehen aus Beton. Sie werden üblicherweise durch eine Folie oder eine Beschichtung geschützt, damit die beim Gärprozess entstehende Schwefelsäure den Beton nicht angreifen kann. In Worpswede trat eine Schädigung im Gasraum bzw. in der Wechselzone im oberen Bereich auf. Die Ursache war hier, dass die vorherige Beschichtung nicht wie erwartet funktionierte – ein gelegentlich vorkommendes Problem.

Wann ist KÖGEL Bau ins Spiel gekommen?

Daniel Slotta: Genau. Von der ersten Beratung zur Betonsanierung bis zur Abnahme haben wir alles übernommen. Zunächst haben wir ein Gerüst aufgebaut, um an den oberen Bereich des sechs Meter hohen Behälters zu kommen. Die obere Krone haben wir auf 56 Metern Länge und einem Meter Höhe mit 2.500 bar Höchstdruckwasserstrahlen bearbeitet. Anschließend haben wir die freiliegenden Bewehrungseisen behandelt, Korrosionsschutz aufgetragen und den Bereich mit Reparaturmörtel aufgefüllt, geglättet und fertig bearbeitet.

Dafür haben Sie und ihr Team lediglich nur gut zwei Wochen gebraucht. Geht das immer so schnell?

Thomas Menzel: Bei diesem Auftrag kam uns zugute, dass wir bei auch durch unsere Erfahrungen mit Betonsanierungen im Klärwerksbereich sehr gut vorbereitet und eingespielt sind. Weil der Kunde unser Angebot schnell beauftragt hat, konnten wir zeitnah starten und die Arbeiten zügig durchführen. Aufgrund der bereits erfolgten Vorarbeiten durch die KERKHOFF Energietechnik GmbH konnten wir umgehend mit der Sanierung beginnen. Die weiteren Arbeitsschritte wurden gemeinsam „Hand in Hand“ zwischen KERKHOFF und KÖGEL ausgeführt, sodass dem Landwirt innerhalb kürzester Zeit wesentliche Fortschritte präsentiert werden konnten. Bereits nach zwei Wochen realisierte der Auftraggeber die neue Folienbeschichtung und die Endmontage am Behälter, wodurch für den Landwirt nur eine kurze Ausfallzeit entstand.

  • Kögel-Motto auf Anhänger: Wir sanieren, sie profitieren.

Warum war eine kurze Ausfallzeit so wichtig?

Daniel Slotta: Da der Landwirt auf die Energie aus der Biogasanlage angewiesen war und noch andere Arbeiten anstanden, war es wichtig, die Sanierung schnell durchzuziehen. Ich bin selbst in einem kleinen Dorf aufgewachsen und habe als Kind viel Zeit auf Bauernhöfen verbracht. Umso mehr freue ich mich darüber, Landwirte dabei zu unterstützen, nachhaltige Energie aus Dingen zu erzeugen, die normalerweise keinen Wert haben, wie zum Beispiel Gülle oder Pflanzenreste.

Viele Biogasanlagen sind in zwischen sanierungsbedürftig. Welche Potenziale ergeben sich daraus für die KÖGEL Bausanierung?

Thomas Menzel: Viele Anlagen haben die Halbwertszeit schon lange erreicht und zum Teil auch schon weit überschritten. Für die KÖGEL Bausanierung bedeutet das eine große Chance und wir erwarten, dass wir in diesem Bereich auch in Zukunft Aufträge generieren und profitieren werden. Aktuell sprechen wir zum Beispiel mit KERKHOFF über die Sanierung des Gärrestebehälters derselben Biogasanlage. Dieses Projekt soll noch in diesem Jahr stattfinden. Auch für andere Anlagen sind Gespräche geplant – die Zusammenarbeit lief so positiv, dass wir auch zukünftige Projekte gemeinsam lösen wollen.