Gütersloh (pm). Was wäre, wenn Mitarbeitende nicht nur ihre Aufgaben erledigen, sondern selbst zu treibenden Kräften für Innovationen werden? Wenn sie neue Geschäftsideen entwickeln, Prozesse verbessern und unternehmerische Verantwortung übernehmen?

Genau darum ging es beim offiziellen Lift-off des Förderprojekts INTRA.OWL, zu dem die GILDE Wirtschaftsförderung Detmold, das Center for Entrepreneurship (CFE) der Hochschule Bielefeld und die IMA Innovationsmanufaktur Gütersloh nun nach Gütersloh eingeladen haben.

Unter dem Motto „Bereit zum Abheben?!“ kamen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie weitere Akteure aus Wirtschaft und regionalen Netzwerken zusammen, um die Chancen des Intrapreneurship für den Mittelstand in Ostwestfalen-Lippe kennenzulernen und zu diskutieren. Die hybride Veranstaltung ermöglichte sowohl die Teilnahme vor Ort bei der IMA als auch online.

Intrapreneurship: Mitarbeitende als Innovationstreiber

Mitarbeitende, die wie Unternehmerinnen und Unternehmer denken und handeln, die neue Geschäftsmodelle entwickeln und die Zukunft in ihren Betrieben proaktiv in die Hand nehmen – das sind Intrapreneurinnen und Intrepreneure.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen bietet Intrapreneurship spannende Chancen: Denn Beschäftigte kennen die Abläufe, Herausforderungen und Potenziale ihres Unternehmens aus erster Hand. Werden sie ermutigt, eigene Ideen einzubringen und unternehmerisch zu handeln, können daraus neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entstehen. Gleichzeitig lassen sich Veränderungsprozesse aktiv gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken.

Wie Unternehmen dieses Potenzial erschließen können, stand im Mittelpunkt des Projektauftakts. Nach einem fachlichen Impuls von Leon Kansteiner vom CFE zu den Grundlagen und Chancen von Intrapreneurship stellte Simon Gröger von GILDE das Projekt INTRA.OWL und seine Ziele vor.

Intrapreneurship stärkt den Mittelstand in OWL

Wie lässt sich eine Kultur fördern, in der Mitarbeitende Verantwortung übernehmen und Innovationen vorantreiben? Welche Rahmenbedingungen brauchen Unternehmen und Beschäftigte, damit aus guten Ideen marktfähige Lösungen werden? Und welchen Beitrag kann Intrapreneurship zur Zukunftsfähigkeit des regionalen Mittelstands leisten?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der anschließenden Diskussionsrunde mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft, dabei waren Prof. Dr. Natalie Bartholomäus von der Hochschule Bielefeld, Christina Flöter von der Industrie- und Handelskammer Lippe, Volker Willich von Wax Solutions und Jörg Rodehutskors von der IMA. Moderiert wurde die Runde von Thorsten Brinkmann von der GILDE. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Mitarbeitenden Raum für eigene Ideen zu geben und unternehmerisches Denken im Betriebsalltag zu fördern.

Der Austausch zeigte: Intrapreneurship ist mehr als ein Schlagwort. Es bietet Unternehmen einen Ansatz, um vorhandene Kompetenzen besser zu nutzen, neue Perspektiven zu erschließen, Innovationen aus dem eigenen Betrieb heraus anzustoßen und das Unternehmen zukunftsgerichtet auszustellen.

INTRA.OWL fördert Innovationen im Mittelstand

Mit dem Projekt INTRA.OWL möchten die drei Partner Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe dabei unterstützen, Intrapreneurship kennenzulernen, zu erproben und langfristig in ihrer Unternehmenskultur zu verankern. Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Ansätze, die sich an den konkreten Bedürfnissen kleiner und mittlerer Unternehmen orientieren. Die Teilnahme an den Projektangeboten ist für Unternehmen kostenfrei.

Beim anschließenden offenen Austausch nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Kontakte zu knüpfen und erste Gedanken zur Umsetzung in den eigenen Unternehmen zu diskutieren.


Mehr zum Thema: Das Projekt INTRA.OWL

  • Die drei Partner bündeln ihre Kompetenzen, um Intrapreneurship im regionalen Mittelstand zu stärken und Unternehmen bei der Entwicklung einer innovationsfördernden Unternehmenskultur zu unterstützen.

  • Das Projekt wird im Rahmen von Regio.NRW – Transformation durch die Europäische Union und das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen im EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 kofinanziert.

 

 

Anmeldung zum Newsletter

Alle zwei Wochen die wichtigsten Themen aus Wirtschaft, Handel und Handwerk in Ostwestfalen-Lippe – kompakt zusammengefasst und direkt in Ihr Postfach.

Verpassen Sie keine Entwicklung mehr: Von neuen Unternehmensmeldungen über Branchentrends bis hin zu wichtigen Terminen aus der Region – mmm-owl hält Sie auf dem Laufenden.

Jetzt anmelden und alle zwei Wochen gut informiert sein.