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7 Prozent Mehrwertsteuer: DEHOGA lobt starkes Signal fürs Gastgewerbe
DEHOGA Lippe-Präsident Holger Lemke sieht in der Entscheidung des Bundesrats eine wichtige Perspektive für Restaurants, Cafés und Caterer in der Region.
7 Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen: Ab dem 1. Januar 2026 tritt die Neuregelung in Kraft. Laut DEHOGA Lippe schaffe sie eine dringend benötigte Perspektiven für die gastronomischen Betriebe. Foto: s-motive - stock.adobe.com
Kreis Lippe. Der DEHOGA Lippe begrüßt ausdrücklich die gestrige Zustimmung des Bundesrates zur dauerhaften Absenkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie auf sieben Prozent.
Damit tritt die Neuregelung ab dem 1. Januar 2026 in Kraft und schafft dringend benötigte Perspektiven für die gastronomischen Betriebe in Lippe.
„Die sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen sind die wichtigste Maßnahme zur Stabilisierung und Zukunftssicherung unserer lippischen Restaurants, Cafés und Caterer“, erklärt Holger Lemke, Präsident des DEHOGA Lippe. „Die Politik hält Wort. Das ist ein starkes Signal für unsere Betriebe, für ihre Beschäftigten und für die vielen Orte der Begegnung in unserer Region.“
DEHOGA hat sich lange für diese Regelung eingesetzt
Für diese Entscheidung habe sich der Verband über Jahrzehnte hinweg eingesetzt. Lemke bedankt sich ausdrücklich bei den politischen Verantwortlichen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, die diesen Schritt trotz erheblicher Widerstände und schwieriger Haushaltslagen mitgetragen haben.
Die Entscheidung stelle eine längst überfällige Steuergerechtigkeit her. „Lebendige Innenstädte sowie funktionierende Dorfstrukturen in unserem ländlich geprägten Raum gibt es nur mit einer vielfältigen Gastronomie. Unsere Betriebe sichern Arbeitsplätze, Ausbildungsstellen und prägen das gesellschaftliche Leben in Lippe maßgeblich“, so Lemke.
Gastronomie: Angespannte wirtschaftliche Lage
Auch in Lippe sei die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe angespannt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, eine spürbar zurückhaltende Nachfrage sowie massiv gestiegene Kosten für Personal, Energie und Lebensmittel hätten viele Unternehmen an ihre Belastungsgrenze gebracht. „Viele Gäste gehen seltener essen, greifen häufiger zu To-go-Angeboten oder weichen auf den Lebensmitteleinzelhandel aus“, betont Lemke.
Mit der einheitlichen Besteuerung aller Speisen mit sieben Prozent werde nun ein zentraler Wettbewerbsnachteil beseitigt. „Es kann nicht sein, dass frisch gekochtes Essen im Restaurant höher besteuert wird als verpackte oder gelieferte Speisen. Diese Ungleichbehandlung, die seit 1967 bestanden hat, wird endlich beendet – das sorgt für faire Wettbewerbsbedingungen auch für die lippischen Betriebe“, erklärt der DEHOGA-Präsident.
Auch Caterer profitieren
Von der Neuregelung profitieren auch Caterer, die in Lippe unter anderem Kitas, Schulen, Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäuser versorgen. „Gerade diese Betriebe übernehmen eine wichtige Rolle in der regionalen Daseinsvorsorge. Dass sie künftig ebenfalls vom ermäßigten Steuersatz profitieren, ist folgerichtig und richtig“, so Lemke.
„Die sieben Prozent Mehrwertsteuer sind keine Subvention, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Region.“ Holger Lemke
Darüber hinaus sorgt die Regelung für mehr Rechtssicherheit und weniger Bürokratie. Komplizierte Abgrenzungen – etwa bei Cateringleistungen oder Schul- und Kitaessen – gehören künftig der Vergangenheit an. „Sieben Prozent auf alle Speisen, unabhängig von Verzehrort oder Darreichungsform, schaffen Klarheit und entlasten unsere Betriebe im Alltag spürbar“, unterstreicht Lemke.
„Die sieben Prozent Mehrwertsteuer sind keine Subvention, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Region“, fasst Holger Lemke zusammen. „Sie sichern Arbeitsplätze, stärken regionale Wirtschaftskreisläufe und erhalten die Gastronomie als Herzstück des gesellschaftlichen Lebens in Lippe.“