Kreis Lippe. Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler hat den Ruf der Universität Bielefeld auf die Professur für Physikalische und Digitale Labordiagnostik angenommen. Am 20. November 2025 erhielt er die Berufungsurkunde aus den Händen der Rektorin der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Angelika Epple.

Als W2-Professor wird Univ.-Prof. Staritzbichler künftig die Entwicklung innovativer Analyse- und Diagnostikverfahren zur Verbesserung der Patientenversorgung maßgeblich vorantreiben. Die modernen Verfahren der Labordiagnostik liefern heute unverzichtbare Informationen für Diagnosen, Therapieentscheidungen und Verlaufskontrollen. Gleichzeitig sind viele dieser Verfahren ressourcenintensiv und auf die gezielte Anforderung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte angewiesen. Fehlende oder verzögerte Labordiagnostik kann jedoch den Behandlungserfolg gefährden.

Innovative Diagnostik-Methode bereits patentiert

Gemeinsam mit dem Direktor des Universitätsinstituts für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie, Prof. Dr. Thorsten Kaiser, verfolgt Univ.-Prof. Staritzbichler das Ziel, durch die Kombination spektroskopischer Verfahren mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz künftig kostengünstig zahlreiche Biomarker gleichzeitig in einer einzigen Probe nachzuweisen. Damit soll eine noch schnellere, präzisere und zielgerichtete Diagnostik ermöglicht werden. Für diese innovative Methode wurde den beiden Wissenschaftlern bereits ein Patent erteilt; zudem erhielten sie den renommierten Jörg-Schwarzbich-Inventor-Award.

Mit der Berufung von Univ.-Prof. Staritzbichler stärkt das Klinikum Lippe gezielt den Bereich der digitalen und KI-gestützten Labordiagnostik und setzt einen weiteren wichtigen Impuls für die universitäre Spitzenmedizin in Ostwestfalen-Lippe.

Zur Person: Univ.-Prof. Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler

  • René Staritzbichler absolvierte ein Physikstudium an der Universität Hamburg und promovierte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main.
  • Anschließend arbeitete er als Wissenschaftler an verschiedenen international renommierten Einrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Biophysik, die Vanderbilt University sowie die BioNTech SE, und war am Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Universität Leipzig tätig.
  • Im Jahr 2023 wechselte er an das Universitätsinstitut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie im Universitätsklinikum OWL am Campus Lippe.