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TH OWL: Die Detmolder Schule für Gestaltung bündelt Planungskompetenzen
In Detmold entsteht ein bundesweit einzigartiger Zusammenschluss der vier Planungsdisziplinen Innenarchitektur, Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur der TH OWL.
Mit dem geplanten Umzug des Fachbereichs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung von Höxter nach Detmold bündelt die TH OWL in der Detmolder Schule für Gestaltung perspektivisch ihre gestalterischen Kompetenzen und schafft Raum für Synergien, Austausch und Innovation. Foto: TH OWL/Thomas Robbin
Detmold. Die TH OWL verändert sich und geht neue Wege: Mit der Zusammenführung aller räumlichen Planungsdisziplinen entsteht in Detmold ein gemeinsamer Fachbereich – ein bundesweit einzigartiger Ort, an dem Innenarchitektur, Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur künftig unter einem Dach wirken.
Mit dem geplanten Umzug des Fachbereichs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung von Höxter nach Detmold bündelt die Hochschule perspektivisch ihre gestalterischen Kompetenzen und schafft Raum für Synergien, Austausch und Innovation. Die neue Detmolder Schule für Gestaltung vereint Forschung, Lehre und Praxis und versteht sich als interdisziplinär agierender Ort für die zentralen Transformationsaufgaben unserer Zeit. Eine wegweisende Entwicklung, die nicht nur die Disziplinen untereinander bereichert, sondern auch das Studium stärkt.
Gemeinsam planen – für eine lebenswerte Welt
In Detmold entsteht damit ein neuer Ort der Gestaltung: Hier werden ganzheitliche Antworten auf zentrale Zukunftsfragen entwickelt – von Klimaanpassung und Ressourcenschonung über den Erhalt biologischer Vielfalt bis hin zur Gestaltung lebenswerter, inklusiver Räume in einer zunehmend verdichteten und vernetzten Welt. Ob Innenraum oder Freiraum, Quartier, Stadt oder Landschaft – in der neuen Detmolder Schule für Gestaltung wachsen disziplinübergreifende Perspektiven zusammen. Es entsteht ein kreativer Resonanzraum, in dem Raum, Umwelt und Gesellschaft gemeinsam gedacht und gestaltet werden.
Studieren mit Perspektive – qualifiziert, anerkannt, zukunftsorientiert
Alle vier grundständigen Bachelorstudiengänge Innenarchitektur, Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur bleiben in der neuen Detmolder Schule für Gestaltung in ihrer bewährten Qualität bestehen. Studierende erwerben weiterhin in allen Fachrichtungen kammerfähige Abschlüsse – die Voraussetzung für eine anerkannte Berufsausübung in den Planungsberufen. Zugleich eröffnet die Neuausrichtung neue Möglichkeiten zur fachlichen Vertiefung und Spezialisierung wie zum Beispiel mit dem Master Innenarchitektur-Raumkunst, Master Architektur, Master Landschaftsarchitektur, Master of Urban Planning and Sustainable Transformation, Master of Sustainable Landscape Design and Development oder dem Master of Integrated Design.
Zum Wintersemester 2025/2026 werden die Studiengänge Landschaftsarchitektur (B), Landschaftsarchitektur (M) und Sustainable Landscape Design and Development (M-EN) zunächst noch in Höxter starten und in den nächsten Jahren nach Detmold verlagert.
Dialog der Disziplinen – Raum für Ideen, Raum für Zukunft
Die neue Detmolder Schule für Gestaltung eröffnet Studierenden mehr als klassische Studiengänge: Sie bietet ein dynamisches, interdisziplinäres Lernumfeld, in dem die Grenzen zwischen den Disziplinen bewusst überschritten werden können. Wahlmodule über Fachgrenzen hinweg und ein breites, vernetztes Lehrangebot fördern die Zusammenarbeit von Anfang an: im Konzipieren wie im Gestalten.
Modern ausgestattete Labore, offene Werkstätten und ein inspirierendes Umfeld bilden das Fundament. Ergänzt wird dies zukünftig durch ein dezentrales, kreatives und interaktives Freilandlabor für Pflanzenverwendung – ein Ort, der nicht nur praktisches Arbeiten im Freiraum ermöglicht, sondern auch gemeinsam mit den Studierenden und anderen Fachgebieten entwickelt wird. Damit entsteht ein Studienumfeld, das Gestaltungsfreiheit, Forschungsnähe und Teamgeist vereint – und so neue Wege im Planen, Lehren und Lernen ermöglicht.
Lernen – im Zusammenspiel digitaler und analoger Techniken
Die neue Detmolder Schule für Gestaltung verbindet das Beste aus zwei Welten: praxisnahe „Hands-on“-Projekte und modernste digitale Werkzeuge greifen ineinander und spiegeln die Realität einer sich wandelnden Planungskultur. So entsteht ein zukunftsorientiertes Lern- und Forschungsumfeld, das den Anforderungen der späteren Berufspraxis ebenso gerecht wird wie den Erwartungen an eine innovative Bildungslandschaft.
Studierende, Lehrende und Forschende arbeiten gemeinsam an realitätsnahen Projekten – vernetzt mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dieses enge Zusammenspiel schafft nicht nur wertvolle Praxiserfahrungen, sondern ermöglicht auch, komplexe Fragestellungen zu durchdringen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Mehr als ein neuer Fachbereich: Ein neuer Ort der Zukunftsgestaltung in einer alten Kaserne
Mit der neuen Detmolder Schule für Gestaltung entsteht mehr als ein neuer Fachbereich – es entsteht ein Raum, in dem Kreativität, Innovation und Nachhaltigkeit gemeinsam wirken. Für den Standort nutzt die TH OWL Gebäude der ehemaligen 55er Kaserne (auch: Emilien-Kaserne / Bülow-Kaserne). Die Kaserne wurde 1904 errichtet und bis 1992 militärisch genutzt. Danach erwarb das Land Nordrhein-Westfalen das Gelände und richtete stufenweise den Campus Elise der Fachhochschule ein.
Einzelne Gebäude der früheren Kaserne sind für Hochschulzwecke umgebaut und weitere Neubauten ergänzt worden. Von den ehemaligen Kasernengebäuden werden Haus 1 als Sitz der Hochschul-Verwaltung und Haus 3 als Hörsaalgebäude genutzt. Im so genannten Bülow-Block (Haus 4) sind seit 2004 die Fachbereiche Architektur und Innenarchitektur untergebracht.
Für den Fachbereich Bauingenieurwesen ist ein Laborgebäude mit einem zentralen dreigeschossigen Baustofflabor neu errichtet worden (Haus 5), als multifunktionales Gebäude mit Werkstätten, Hörsälen und Seminarräumen, Bibliothek und Mensa entstand Haus 2 (siehe Titelbild). Die Planung geht auf einen Architekten-Wettbewerb zurück, den ein studentisches Team der Hochschule gewann.
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