Bad Salzuflen. „Einkaufen. Einfach. Besser. Machen.“ lautet das Motto der Firma POS TUNING GmbH mit Sitz in Bad Salzuflen. Und die hat eine beeindruckende Erfolgsgeschichte: Was vor mehr als 25 Jahren in einer Garage in der Siedlung Waldemeine begann, entwickelte sich zum weltweiten Marktführer im Bereich Warenpräsentationslösungen für den Point of Sale.

Das Grundprinzip: Es muss Ordnung herrschen. Oder mit anderen Worten: Selbst, wenn die Kunden das Regal, die Tiefkühltruhe oder das Display im Supermarkt schon halb leer gekauft haben, sollte es immer noch aufgeräumt und ansprechend aussehen. Alles steht in Reih und Glied und vorne an der Regalfront.

Der Warenvorschub: Wenn die Produkte selbst nach vorne rutschen

Auch wenn nur noch eine Packung einer bestimmten Ware vorrätig ist, soll sie ganz vorne im Regal stehen. Waren, die weiter hinten stehen, müssen also nachrücken, wenn vorne eine weggenommen wird. Das ist knapp zusammengefasst die Idee hinter einem Warenvorschubsystem.

Und die kam Firmengründer Udo Voßhenrich 1998 im Gespräch mit einer Convenience-Store-Kette. Deren Vertreter waren unglücklich, dass die Regale mit ihren Produkten schon wenige Tage nach dem Einräumen chaotisch und wenig einladend aussahen, weil nach Abverkäufen die Waren nicht nachgezogen, sondern nur noch hinten im Regal zu finden waren. „Das brachte mich ins Nachdenken, dafür müsste es doch eine Lösung geben“, erinnert sich Udo Voßhenrich.

Bahnbrechend: Die Geburt des Systemtrays

Zum einen gab es schon Warenvorschubsysteme und es gab Trays, also Transport- und Präsentationsbehälter, die mehrere gleichartige Produkte aufnehmen – zum Beispiel Joghurtbecher, Konservendosen oder Getränkeflaschen. Voßhenrichs bahnbrechende Neuerung lag in der Kombination von beidem: Das sogenannte Systemtray war geboren.

 

Firmengründer Udo Voßhenrich im Gespräch mit seinem Sohn Oliver. Foto: POS TUNING
Firmengründer Udo Voßhenrich im Gespräch mit seinem Sohn Oliver. Foto: POS TUNING

Das Prinzip dahinter ist so einfach wie genial: Ein Pappkarton mit Ware wird auf der Unterseite mit einem Schlitz versehen. Dann wird dieser Karton auf das POS-TUNING-Vorschubsystem aufgesetzt. Das sorgt dafür, dass die Ware mit einer Feder nach vorne gerückt wird, sobald vorne ein Teil entnommen wird. So lassen sich Produkte auf einfachstem Weg im Handel platzieren und präsentieren.

 

Bahnbrechend: Der POS-T Systemtray kombiniert automatischen Warenvorschub mit einem Tray. Ein Pappkarton mit Ware ist auf der Unterseite mit einem Schlitz versehen. Der Karton wird in das POS TUNING-Vorschubsystem gesetzt. Die Ware in den Kartons wird mit einer Feder (siehe Bildmitte) nach vorne gerückt wird, sobald vorne ein Teil entnommen wird. Foto: POS TUNING
Bahnbrechend: Der POS-T Systemtray kombiniert automatischen Warenvorschub mit einem Tray. Ein Pappkarton mit Ware ist auf der Unterseite mit einem Schlitz versehen. Der Karton wird in das POS TUNING-Vorschubsystem gesetzt. Die Ware in den Kartons wird mit einer Feder (siehe Bildmitte) nach vorne gerückt wird, sobald vorne ein Teil entnommen wird. Foto: POS TUNING

In einer Garage fing es an: Die Geschichte von POS TUNING

Von Anfang an war klar: Dieses Produkt ist etwas Revolutionäres. Das Systemtray wird die Warenpräsentation am Point of Sale (POS) maßgeblich verändern. Um in die Serienproduktion zu starten, gründete Udo Voßhenrich am 10. März 1998 in einer Garage in Bad Salzuflen die Firma POS TUNING Udo Voßhenrich GmbH und Co. KG. Schnell entwickelte sich der Ein-Mann-Betrieb weiter, bereits zwei Jahre später wurde es in der Garage langsam zu eng und es wurden erste Räume in Bad Salzuflen angemietet.

2005 kam die erste eigene Immobilie hinzu. Seit 2008 ist POS TUNING in einem Gebäude im Industriegebiet zwischen B239 und Werre unweit der A2 zu Hause. In diesem Jahr wurde eine weitere Halle in Betrieb genommen, so dass das Unternehmen über 19.000 Quadratmeter Produktions-, Logistik- und Lagerfläche sowie einen modernen Veranstaltungsbereich verfügt.

  • Firmensitz: Seit 2008 POS TUNING in Bad Salzuflen an der Meerbrede unweit der Auffahrt zur A2 ansässig.  Foto: POS TUNING

Heute werden die Geschäfte von Oliver Voßhenrich (Sohn des Firmengründers Udo), Christoph Moser und Bernd Schäkel geführt.

Sichtbarkeit ist entscheidend für den Verkaufserfolg

Die Erkenntnis, dass Kunden nur kaufen können, was sie auch sehen, ist Grundlage der Produktion und Entwicklung bei POS TUNING. Immer geht es darum, Ware im Handel in den Regalen optimal zu präsentieren und so den Verkaufserfolg zu erhöhen – und gleichzeitig den Aufwand der Regalpflege zu reduzieren.

Am Standort Bad Salzuflen-Meerbrede, in POS-Verkaufsniederlassungen in Frankreich, Spanien und der Türkei und mit mehr als 30 strategischen Partnern weltweit arbeitet POS kontinuierlich an erfolgreichen Zukunftslösungen für die Optimierung der Warenpräsentation am Point of Sale.

Zeichen der Zeit: Die Digitalisierung der (Super-)Märkte

Stets geht es darum, kostbare Zeit zu sparen. Sowohl die der Shop-Mitarbeiter als auch die der Kunden. Daher sind die POS-Tuner überzeugt: Das elektronische Preisetikett wird sich im Einzelhandel weiter durchsetzen.

Denn das Austauschen der Papieretiketten bei Preisänderungen nimmt viel Zeit und Arbeitskraft in Anspruch. In Zeiten von Fachkräftemangel mitunter kaum zu bewältigen.

Daher haben die Salzufler Spezialisten für Warenpräsentation eine Regalleiste entwickelt, auf die die digitalen Preisschilder aller führenden Hersteller passen.

Das revolutioniert den Einzelhandel: „Das elektronische Preisetikett ist absolut auf dem Vormarsch. Es wird bald in vielen Läden die gedruckten oder geschriebenen Preisschilder ablösen“, sagt Maren Brettmeier, stellvertretende Marketingleitung bei POS TUNING.

 

Der moderne Supermarkt in der Draufsicht. POS Tuning hat für alle Kontakte mit dem Kunden eine smarte Lösung parat. Foto: POS TUNING
Der moderne Supermarkt in der Draufsicht. POS Tuning hat für alle Kontakte mit dem Kunden eine smarte Lösung parat. Foto: POS TUNING

Und das ist erst der Anfang. Denn die im Hause POS TUNING entwickelte Kunststoff-Leiste ist nicht nur kompatibel zu elektronischen Preisschildern von gleich mehreren Herstellern, sie hat auch ein wichtiges Sicherheitsfeature: „Das Schild ist nur mit einer bestimmten Handhabung von der Leiste zu nehmen. Das schützt davor, dass es unerwünscht Beine bekommt“, so Brettmeier weiter. Vor vier Jahren hat POS TUNING die Produktion der neu entwickelten Schiene gestartet.

Preise für einen ganzen Markt per App einstellen

Ausgangspunkt sei der Wunsch einer großen deutschen Marktkette gewesen, erklärt Brettmeier. Mittlerweile gibt es einige weitere Auftraggeber. Der Handel hat offenbar die Vorteile des elektronischen Preisetiketts erkannt: Einmal montiert und aktiviert, lassen sich über die digitalen Schilder Sortiments- oder Preisänderungen am Regal per Eingabe am Computer, Tablet oder Handy erledigen.

Dieses oder jenes Produkt ist ab morgen im Angebot? Kein Problem! Im digitalen Zeitalter sind Marktmitarbeiter am Anfang der Woche nicht mehr ausgiebig damit beschäftigt, neue Preisschilder an den Regalen, Kühlschränken oder Eistruhen anzubringen. „Die Angestellten haben dann mehr Zeit, sich um andere Dinge zu kümmern. Zum Beispiel um die Beratung der Kunden“, sagt Maren Brettmeier.

Keine Chance für Langfinger: Diebstahlschutz mit System

Wie das Branchenmagazin „ Lebensmittel Praxis “ kürzlich berichtet hat, nehmen Diebstähle in Supermärkten zuletzt drastisch zu. Vor allem Tabakwaren, Rasierklingen und Kosmetikprodukte gehören zu den sogenannten diebstahlgefährdeten Produkten.

Wie also schützt man Waren vor Langfingern? Man kann die Produkte in Vitrinen „wegsperren“, Sicherheitsdienste beauftragen, elektronische Etiketten anbringen.

Doch es droht ein Dilemma: Die Ware ist zwar gut geschützt, aber gleichzeitig für die Kunden schier unerreichbar. Mit anderen Worten: Absicherung hat ihre Grenzen, denn kein Marktbetreiber will aus seinem Geschäft eine Festung machen.

Das Anfassen und Erleben von Ware ist ein wesentliches Merkmal, das den stationären Handel – gegenüber dem Onlinekauf – auszeichnet. Und beim Einkaufen im Supermarkt drängt ja oft auch die Zeit.

POS TUNING bietet mit „POS-T Udo safe“ eine Präsentationslösung für diebstahlgefährdete Produkte. Die Technologie kombiniert den mechanischen Warenvorschub mit moderner Sensorik und Motorik und sie hält so Langfinger vom Diebstahl ab, ohne gleichzeitig durch umständliche Maßnahmen Kunden vom Kauf abzuschrecken.

Wie das funktioniert, lesen Sie hier: Diebstahlschutz made in Lippe: POS TUNING verbindet hohe Sicherheit mit einfacher Bedienbarkeit 

Diebstahlschutz made in Lippe: Der POS‑T Udo Safe vereint attraktive Präsentation und Sicherheit. Die übersichtliche Anleitung oberhalb der Vitrine zeigt, wie man schnell an das gewünschte Produkt gelangt. Foto: POS TUNING
Diebstahlschutz made in Lippe: Der POS‑T Udo Safe vereint attraktive Präsentation und Sicherheit. Die übersichtliche Anleitung oberhalb der Vitrine zeigt, wie man schnell an das gewünschte Produkt gelangt. Foto: POS TUNING

Ein Katalog mit 1500 Positionen

Mittlerweile umfasst der Produktkatalog von POS TUNING auf 260 Seiten mehr als 1500 verschiedene Positionen. Neben Warenvorschüben sind unter anderem auch Lösungen für Regale und Preisauszeichnungen, Diebstahlschutz, Frontscheiben und Beleuchtung im Programm.

POS TUNING hat weltweit mehr als 100 Millionen Stellplätze mit der firmeneigenen Technik optimiert.

Basis des Erfolgs: eine solide Ausbildung

Mit über 250 Mitarbeitenden gehört POS TUNING zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region und investiert kontinuierlich in Wachstum, moderne Arbeitswelten und soziale Verantwortung.

Qualifizierter Nachwuchs ist wichtig für den Erfolg. POS TUNING legt großen Wert auf die Ausbildung eigener Fachkräfte Foto: POS TUNING

Daher ist auch qualifizierter Nachwuchs besonders wichtig. POS TUNING legt großen Wert auf die Ausbildung eigener Fachkräfte in den Bereichen Industriemechaniker, Mechatroniker, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik im Bereich Spritzguss und Extrusion und Werkzeugmechaniker Fachrichtung Formentechnik, Mediengestalter sowie Industrie- und Marketingkaufleute (alle m/w/d).

Studium bei POS TUNING

Auch Werkstudenten bietet das Unternehmen die Möglichkeit, zwischen Vorlesungen, Seminaren und Referaten in die Praxis hineinzuschnuppern und außerdem für ihr Studium Geld dazuzuverdienen.

Werkstudentinnen oder Werkstudenten gehören fest zum Team und bekommen neben der theoretischen Hoch- oder Fachhochschulausbildung einen praktischen Einblick ins Arbeitsumfeld eines hochmodernen Industriebetriebs. Sie arbeiten eigenständig an konkreten Projekten und sammeln Erfahrungen in einem Fachgebiet ihrer Wahl.

Engagierte Mitarbeiter fördern

Erst das Engagement der Mitarbeitenden, ihre Kompetenz und ihre Identifikation mit POS TUNING lassen aus Ideen und Inspirationen marktreife Lösungen für Industrie und Handel entstehen. Daher gibt es regelmäßige Fortbildungen, gelernte Inhalte werden zudem durch Inhouse-Seminare vertieft.