Minden/Herford. Sie ist eine echte Landmarke: Die neue Immobilie am RegioPort im Gewerbegebiet Päpinghausen. 450 Meter lang und weithin von der B 482 sichtbar, mit über 40.000 Quadratmetern, die sich auf mehr als 22.000 davon selbst temperiert. Damit ist die Immobilie einer der größten sich selbst klimatisierenden Logistikhallen in OWL.

Und die kommt nicht von ungefähr. Betrug 2013 der Umsatz der LIT Gruppe knapp 190 Millionen Euro, könnte die Gruppe 2025 erstmalig die Eine-Milliarde-Grenze übertreffen. Ermöglicht wird dieses Wachstum durch einen konsequenten Erweiterungskurs und strategisch kluge Entscheidungen.

In OWL agieren die Tochtergesellschaften Hölkemeier, Möller und WESTFALIA intralog aus Herford neben der Niederlassung der LIT Speditions GmbH unter dem weiten Dach der über 100 Standorte starken LIT Gruppe, die als Partner für namhafte Kunden aus vielen Industriezweigen verlässlich das komplette Spektrum der Logistikdienstleistungen abbildet. Mit der noch relativ jungen Abteilung OWL möchte man zukünftig deutlich intensiver im regionalen Transportsektor Flagge zeigen.

Für Verbraucher ist die LIT Gruppe dabei quasi unsichtbar. Doch wer schon einmal das in Bremen gebraute Premium-Pils in der grünen Flasche in der Hand hielt, oder das Weizenbier mit dem Mönch auf dem Etikett, kann sich sicher sein: Dieses Bier hat die LIT Gruppe in den Supermarkt transportiert.

Aus der Vogelperspektive erkennt man im Industriegebiet Minden-Päpinghausen den Standort der L.I.T. Spedition und das Verwaltungsgebäude von Hölkemeier an der Magdeburger Straße sowie das neu gebaute Lagergebäude am RegioPort mit Schienen- und Kanalanbindung. Foto: L.I.T. Gruppe/wip
Aus der Vogelperspektive erkennt man im Industriegebiet Minden-Päpinghausen den Standort der L.I.T. Spedition und das Verwaltungsgebäude von Hölkemeier an der Magdeburger Straße sowie das neu gebaute Lagergebäude am RegioPort mit Schienen- und Kanalanbindung. Foto: L.I.T. Gruppe/wip

Die Getränkelogistik als zweitgrößter Bereich innerhalb der Gruppe umfasst auch weitere bekannte Markenhersteller. Neben dem weltgrößten Brauereikonzern ABInbev zählen auch Vilsa Mineralbrunnen, Gerolsteiner und Coca-Cola dazu. Gesteuert wird die Getränkelogistik von Minden aus.

War der Transport vor einigen Jahren ein Saisongeschäft, sind heute Flexibilität und Schnelligkeit gefragt, wie Kai Wullbrandt, seitens der Geschäftsleitung für den LIT-Standort verantwortlich, verdeutlicht: „Der Handel ist über das Jahr sehr aktionsgetrieben, Termintreue also ein Muss.“

Eine Voraussetzung ist die Verfügbarkeit von eigenen Lagereinrichtungen, die spezielle Anforderungen erfüllen und infrastrukturell perfekt angebunden sind. Das Paradebeispiel dafür ist der neue, oben beschriebene trimodale Standort in Päpinghausen, der über die Anbindung an Mittellandkanal, Schiene und B 482 die nahtlose Anbindung und den Umschlag von Gütern zwischen diesen drei Transportwegen gewährleistet und innerhalb der Unternehmensgruppe als Standort von Hölkemeier gilt.

Automotive ist der größte Geschäftsbereich in der LIT Gruppe

Auch die größte Abteilung der LIT Gruppe, welche zeitkritische Automotive-Transporte organisiert, wird aus Minden gesteuert, erklärt Wullbrandt: „Hier arbeiten wir, neben dem Großteil klassisch als Straßentransport, mittlerweile auch intermodal. Das bedeutet, dass wir über die Straße Teile bei den Zulieferern sammeln, kommissionieren und dann mit kompletten Zügen in die großen Werke liefern.“

Im Automotive-Bereich reicht das LIT-Spektrum in der Kontraktlogistik von der Lagerung, über Sequenzierung und Vormontage, Displaybau bis zur Kommissionierung. Sequenzgenau bedeutet, dass Materialien zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Reihenfolge und im richtigen Behälter in die Produktion einfließen. In der Transportsparte werden u.a. Werks- und Shuttleverkehre von Autoteilen angeboten. Foto: L.I.T. Gruppe
Im Automotive-Bereich reicht das LIT-Spektrum in der Kontraktlogistik von der Lagerung, über Sequenzierung und Vormontage, Displaybau bis zur Kommissionierung. Sequenzgenau bedeutet, dass Materialien zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Reihenfolge und im richtigen Behälter in die Produktion einfließen. In der Transportsparte werden u.a. Werks- und Shuttleverkehre von Autoteilen angeboten. Foto: L.I.T. Gruppe

Ebenfalls im Transportbereich tätig ist das Herforder Unternehmen Westfalia intralog – der dritte Partner aus dem OWL-Verbund. Mit der Integration von WESTFALIA hat sich die LIT Gruppe im Bereich Wechselbrücken-Logistik erweitert. „Wir bieten durchdachte Logistiklösungen mit Weitblick. Die Jumbo-Wechselbrücken mit Hubdach, beidseitiger Beladung und Transportsicherung, sowie auch die Möglichkeit, sie als mobile Lager einzusetzen, stehen für maximale Flexibilität und Effizienz“, sagt Geschäftsführer Dirk Schröder. „Wir sind der erste Transportdienstleister, der für die Kunden Logistik aus einer Hand anbieten kann“, ergänzt er. Möglich machen das auch die mehr als 5.650 zur Verfügung stehenden Wechselbrücken.

LIT Gruppe ist ein sicherer Arbeitgeber und ermöglicht Mitarbeitenden internationale Perspektiven

Das hohe Maß an Diversität bei den Kunden, Größe und Wachstum machen die LIT Gruppe zu einem attraktiven und sicheren Arbeitgeber. „Das gelingt uns bereits seit vielen Jahren und ich merke, das Miteinander ist vertrauensvoll und kollegial“, schildert Fokke Fels, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der LIT Gruppe. Lars Hölkemeier, der das Tochterunternehmen Hölkemeier Spedition leitet, unterstreicht, warum das kollegiale Miteinander so gut funktioniert: „In der Logistik funktioniert es nur mit Teamplayern.“

Wechselbrücken können jederzeit einfach und schnell be- und entladen werden, der Lkw kann diese zu jeder Zeit unkompliziert aufnehmen. Das erhöht die Flexibilität enorm. Foto: L.I.T. Gruppe
Wechselbrücken können jederzeit einfach und schnell be- und entladen werden, der Lkw kann diese zu jeder Zeit unkompliziert aufnehmen. Das erhöht die Flexibilität enorm. Foto: L.I.T. Gruppe

Das ist auch ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Auszubildenden. Im vergangenen August begannen 37 Nachwuchskräfte, darunter auch ein dual Studierender der „Betriebswirtschaft im Praxisverbund“. Aktuell absolvieren 119 junge Menschen ihre Ausbildung, fünf weitere ein duales Studium und werden durch ein bewährtes Patenprogramm unterstützt.

Wullbrandt übrigens startete bei der LIT Gruppe als Auszubildender Anfang der 1990er-Jahre seine Karriere und weiß aus eigener Erfahrung: „Wir arbeiten in flachen Hierarchien und auf Augenhöhe. Dadurch wachsen die Mitarbeiter mit dem Unternehmen.“

Kai Wullbrandt startete vor 35 Jahren bei der LIT Gruppe und wuchs mit dem Unternehmen mit

Wullbrandt lernte noch in einem einzigen Unternehmen, die aktuellen Auszubildenden gleich in einem ganzen Netzwerk. „Im Rahmen der Ausbildungskooperation lernen sie alle Standorte in Ostwestfalen und die Kollegen dort kennen“, erklärt die zuständige Personalreferentin Melanie Kalla.

Außerdem vertiefen die Auszubildenden ihr Fachwissen in den verschiedenen Bereichen. Bei entsprechenden Leistungen erhalten Auszubildende außerdem die Möglichkeit, internationale Standorte kennenzulernen.

Infobox: Die LIT Gruppe in Zahlen

  • Gegründet 1988 von Fokke Fels
  • 100 Prozent inhabergeführt
  • Umsatz 2024: 985 Millionen EUR
  • Flotte: 2.160 Lkw, 5.650 Wechselbrücken, 2.100 Auflieger
  • Immobilien: 1.000.000 Quadratmeter Logistikfläche
  • Weltweit: Über 100 Standorte in 24 Ländern
  • Leistungsportfolio: Nationale und internationale Transporte, Luft- und Seefracht, Kontraktlogistik, Fuhrparkmanagement, Personallogistik, IT-Services.
  • Mitarbeiter: mehr als 4.600