Augustdorf/Lemgo. Ereignisreiche Jahre liegen hinter der Albert Freise GmbH. In gut drei Jahrzehnten hat sich das 1959 gegründete Familienunternehmen aus Augustdorf vom einstigen reinen Fuhrunternehmen zum modernen Entsorgungsdienstleister entwickelt. Einer der größten Schritte in der jüngeren Unternehmensgeschichte fand vor sechs Jahren statt. Die Firma im Industriegebiet der Senne-Gemeinde erweiterte ihren Stammsitz um 40.000 Quadratmeter. Den jüngsten und vorläufigen Abschluss der Unternehmensentwicklung bildet aber der neue Recyclinghof und Umschlagplatz am Liemer Weg in Lemgo. Der geht nun an den Start.

Mit 7500 Quadratmetern wirkt der neue Standort geradezu klein, verglichen mit dem Hauptsitz in Augustdorf. Seine Größe sollte aber nicht über die essenzielle Bedeutung für die Arbeitsabläufe hinwegtäuschen, wie Jens Ahle, Umweltingenieur und Prokurist bei Freise, erklärt. „Wir wollen damit einfach effizienter werden. Mit dem neuen Standort wird das Muldengeschäft für uns im Raum Lemgo überhaupt erst marktfähig.

Beim Sommerfest konnten sich Besucher schon mal einen Eindruck vom neuen Standort machen. Foto: Albert Freise GmbH
Beim Sommerfest konnten sich Besucher schon mal einen Eindruck vom neuen Standort machen. Foto: Albert Freise GmbH

Bisher waren die Lkw mindestens 30 Minuten, oft auch 45 Minuten unterwegs, um einen Abfallbehälter abzuholen und zurück nach Augustdorf zu bringen“, erklärt er. „Das kostet Zeit und Treibstoff, was für uns, aber auch für die Umwelt nicht schön ist.“ Daher werden am neuen Lemgoer Standort die Abfälle gesammelt und bereits grob vorsortiert. AUs diesem Grund ist dort auch unter anderem eine Schredder- und eine Siebanlage aufgestellt sind.

Mit weniger Fahrten sind jetzt größere Transportmengen möglich

Dazu kommt, dass Kunden dort natürlich ebenso wie in Augustdorf selber Abfälle anliefern können. Das gesammelte Material wird dann in Großmulden von 40-Tonnern nach Augustdorf gebracht und dort mit modernen Verfahren von Maschinen sowie den erfahrenen Mitarbeitern weiter zerkleinert und sortiert. „Somit können wir von Lemgo aus mit weniger Fahrten mehr Abfälle mitnehmen“, bringt es Jens Ahle auf den Punkt.

In Lemgo wird künftig aber nicht nur Abfall gesammelt, sondern auch Energie erzeugt. Das geschieht in dem Biomasseheizwerk, das Freise in einer Kooperation mit den Lemgoer Stadtwerken betreibt und das in Lieme steht. Den benötigten Brennstoff nehmen die Lkw auf ihrer Rückfahrt nach Norden vom Firmenstandort in Augustdorf mit. „Dadurch gibt es keine Leerfahrten, und wir leisten noch einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Energieerzeugung in der Region“, betont Jens Ahle.

„Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Energieerzeugung in der Region“ Jens Ahle

Neben dem Mulden- und Containerservice sowie der Abfallannahme ist die Albert Freise GmbH noch in weiteren Bereichen tätig. Auf ihrem Firmengelände in Augustdorf wird der Müll für die Weiternutzung getrennt und aufbereitet. Darüber hinaus hat das Unternehmen auch verschiedene Bodensorten für den Garten- und Landschaftsbau im Angebot sowie eine Lkw- und Wohnwagenwaschanlage, die auch externen Kunden offensteht.

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