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Follmann Chemie macht es möglich – Vom Klassenzimmer ins Labor
Nach einer Projektarbeit und der Teilnahme an „Jugend forscht“ war der Weg für den chemiebegeisterten Tim-Yannik Schulze zum Mindener Unternehmen kurz.
Tim-Yannik Schulze macht sein Job Spaß. Für seine Aufgabe als Bindeglied zwischen Entwicklung, Produktionsplanung und dem Vertrieb ist neben Kompetenz und Struktur auch eine gute Portion Kreativität gefragt. Foto: Follmann Chemie
Minden . Wenn Tim-Yannik Schulze heute durch die Labore von Follmann Chemie in Minden geht, blickt er auf einen Weg zurück, der mit einer einfachen Empfehlung begann: „Mach doch mal ein Praktikum.“ Gesagt, getan – in den Ferien schnupperte er freiwillig zwei Wochen in den Alltag bei Follmann Chemie hinein. Heute ist er fester Bestandteil des Unternehmens – nach Schule, Ausbildung, Berufserfahrung ist er inzwischen seit zehn Jahren im Job.
Was Schulze damals noch nicht wusste: Das Praktikum sollte die Weichen für sein Berufsleben stellen. Schon in der Schule interessierte er sich für Naturwissenschaften, belegte Chemie als drittes Prüfungsfach im Abitur und war Jahrgangsbester. Sein Chemielehrer am Besselgymnasium, Martin Lembcke, habe es geschafft, „uns wirklich für Chemie zu begeistern“, erzählt Schulze heute. Mit einer Projektarbeit und der Teilnahme an „Jugend forscht“ und dem guten Draht zum Unternehmen Follmann war der Schritt zur Bewerbung schnell gemacht.
Und er wurde belohnt: Direkt nach dem Abitur startete Schulze seine Ausbildung zum Chemielaboranten – und erhielt 2012 obendrein den von Follmann vergebenen Chemiepreis für besondere schulische Leistungen. Was ihn bei Follmann gehalten hat? „Die Stimmung war von Anfang an gut. Ich habe mich einfach wohlgefühlt.“ Ein Satz, den man selten in Bewerbungsgesprächen hört – der aber viel über berufliche Orientierung aussagt. Denn: „Viel wichtiger als Noten oder Lebenslauf ist, dass man sich in seinem Arbeitsumfeld wiederfindet“, ist Schulze überzeugt.
Heute arbeitet er bei Follmann Chemie International – einer Tochtergesellschaft, die sich auf reaktive Bindemittel spezialisiert hat. Die Produkte fließen in viele Alltagsanwendungen ein. Schulze ist heute Bindeglied zwischen Entwicklung, Produktionsplanung und Vertrieb. Ein kreativer Job, der viel Struktur, Analyse – und auch digitale Kompetenz verlangt. „Früher haben wir alles handschriftlich ausgewertet, heute läuft vieles über Excel und digitale Systeme. Das macht vieles schneller, aber man muss sich reinfuchsen.“
„Wer Fragen stellt, ist bei uns immer richtig.“ Tim-Yannik Schulze
Besonders wichtig ist ihm, selbst Verantwortung zu übernehmen. Schulze betreut regelmäßig Auszubildende und Praktikanten. „Die sollen auch ausprobieren dürfen – aber eben nicht nur zugucken. Wer Fragen stellt, ist bei uns immer richtig.“ Denn wer früh seine Stärken kennenlernt und gefördert wird, entwickelt nicht nur fachliches Wissen – sondern auch Selbstbewusstsein. Für Unternehmen wie Follmann Chemie ist das mehr als ein schönes Extra. Es ist Teil einer Haltung: Jugendliche ernst nehmen, ihnen Einblicke geben, Wege aufzeigen – und offen dafür sein, Talente aus der Region zu halten.
Ein Praktikum bei Follmann Chemie in Minden kann der erste Schritt zur Karriere sein
„Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und ihnen eine Perspektive zu geben“, sagt Dr. Thomas Damerau , Geschäftsführer der Follmann Chemie Gruppe. „Karrierewege wie der von Tim-Yannik Schulze zeigen, wie wertvoll frühe Förderung sein kann – für die Jugendlichen und für uns als Unternehmen.“ Dass das funktioniert, zeigt Schulzes Geschichte eindrucksvoll. Sie beginnt mit einem Satz, den sich viele junge Menschen – und ihre Eltern oder Großeltern – zu Herzen nehmen sollten: „Ein Praktikum kann der erste Schritt in eine echte Zukunft sein.“
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