Mindener com.on Werbeagentur setzt KI als Instrument ein | Neues Format: BERNSTEIN startet YouTube-Serie zur Funktionalen Sicherheit | Weltmarktführer DENIOS präsentiert sich auf Leitmesse | Ausbau B64: Bald freie Fahrt für Pendler und Logistik zwischen Bielefeld und Münster?
Beim Detmolder Technologieunternehmen haben die Fachkräfte von morgen die Möglichkeit, im Ausland wertvolle berufliche und kulturelle Erfahrungen zu sammeln.
Liam Heidinger und Lennard Wessels haben im Rahmen ihrer Ausbildungen jeweils drei Wochen im Ausland verbracht und wertvolle berufliche und kulturelle Erfahrungen gesammelt. Foto: Andreas Barnekow
Detmold. Grundlage für jeden nachhaltigen Unternehmenserfolg sind gut ausgebildete und motivierte Mitarbeitende. Daher legt man bei Weidmüller besonderen Wert auf die Ausbildung eigener Fachkräfte.
Der Global Player in Sachen Elektro- und Verbindungstechnik bietet in ausgewählten Ausbildungsberufen die Möglichkeit, während der Ausbildung internationale Luft zu schnuppern und fernab vom Standort Detmold wertvolle berufliche und kulturelle Erfahrungen zu sammeln.
Auch Liam Heidinger und Lennard Wessels haben diese Chance gerne ergriffen. Beide haben im Rahmen ihrer Ausbildungen jeweils drei Wochen im Ausland verbracht.
Kaufmann international: Business-Englisch made in Irland
Der 19-jährige Liam Heidinger ist angehender Industriekaufmann im zweiten Lehrjahr. Vor kurzem hat er am Bridge Mills Galway Language Center die dreiwöchige Business-Englisch-Zusatzqualifikation „Kaufmann International“ absolviert – organisiert von seiner Berufsschule, dem Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg in Detmold.
Das Weiterbildungsprogramm richtet sich an Auszubildende und junge Fachkräfte in kaufmännischen Berufen, die ihre Business-Englischkenntnisse, ihre interkulturelle Kompetenz sowie ihr Wirtschaftswissen erweitern möchten.
Untergebracht war Liam in einem Hotel. Große Verständigungsschwierigkeiten gab es weder im Alltag noch während der Arbeit. Selbstverständlich war für ihn in Galway – abgesehen von Kontakten zu anderen Azubis aus Lippe – Englisch die vorherrschende Sprache. Auch im Unterricht, der von Muttersprachlern gehalten wurde. Neben theoretischem Vokabeltraining standen vor allem Kommunikation und das praktische Hörverständnis auf dem Plan.
Make the World more Orange: Liam Heidinger genießt eine tolle Aussicht in Irland. Fotorechte: Liam Heidinger
Gruppenarbeit: Businessplan entwickeln
Der andere wesentliche Teil war die Projektarbeit in einer fünfköpfigen Gruppe. Dabei galt es, einen kompletten Businessplan für ein (fiktives) eigenes Unternehmen zu erarbeiten. Alles möglichst realitätsnah, mit realen Zahlen. Liam und seine Mitstreiter entwickelten ein Konzept für einen 24-Stunden-Convenience-Store, der vollautomatisiert funktioniert. „Diese Shops sind in Asien schon sehr verbreitet“, sagt Liam Heidinger.
Zum Abschluss gab es eine schriftliche Prüfung (Kommunikation und Vokabeln) und eine 45-minütige Präsentation zum Projekt.
Innovation kennt keine Grenzen: Einblicke in Weidmüllers Rumänien-Standort
Lennard Wessels war für drei Wochen am Weidmüller-Standort in Tautii Magheraus (nahe Baia Mare) in Rumänien. Der 28-Jährige ist angehender Technischer Produktdesigner im dritten Lehrjahr und hat gerne die Chance ergriffen, seinen kulturellen und beruflichen Horizont im Ausland zu erweitern.
Das große Werk in Rumänien ist hauptsächlich auf die Produktion ausgerichtet und verfügt zudem über eine speziell darauf ausgelegte Entwicklung vor Ort. „Es gibt dort auch einen großen Maschinenpark für die Produktion von Kunststoffteilen“, sagt Lennard Wessels. Genau richtig also für seine Fachrichtung.
„Technisches Produktdesign ist ein weites Feld. Ein Teil der Arbeit entspricht in etwa dem, was früher ein Technischer Zeichner gemacht hat“, so Lennard Wessels. Produktdesigner verbringen viel Zeit am Computer, konstruieren Bauteile oder erstellen Zeichnungen. „Die Frage ist oft: Wie lässt sich ein Produkt noch besser machen oder die Herstellung effizienter gestalten? Dazu stehe ich im Austausch mit Werkzeugmechanikern und den Werkstätten“, erklärt Lennard.
Für drei Wochen war der Weidmüller-Standort in Rumänien Lennard Wessels’ Arbeitsplatz. Der angehende Technische Produktdesigner hat mehrere Bereiche in dem Werk kennengelernt, von der Konstruktion bis zur Qualitätssicherung, und hat an verschiedenen Projekten mitgearbeitet. Foto: Lennard Wessels
In Rumänien hat er mehrere Bereiche in dem Werk kennengelernt, von der Konstruktion bis zur Qualitätssicherung, und hat an verschiedenen Projekten mitgearbeitet. Während seiner Zeit dort hat ihn ein rumänischer Kollege betreut und bei Fragen weitergeholfen.
In Sachen Verständigung war auch hier Englisch das Mittel der Wahl, mitunter unterstützt durch Hände und Füße. „Die Englischkenntnisse vor Ort variieren teils stark, manchmal konnte das schon zur Herausforderung werden“, sagt Lennard und lächelt. Beeindruckt habe Lennard Wessels, mit wie viel Herzblut die rumänischen Kollegen bei der Sache sind, „alle sind sehr stolz auf ihre Arbeit“, sagt Lennard.
Untergebracht war er in einer Pension im Nachbarort Baia Mare. Nach dem Frühstück ging’s mit dem Unternehmensbus zur Arbeit und nach Feierabend damit auch wieder zurück. In seiner Freizeit hat Lennard vor allem den Ort und die Gegend erkundet und „tolle Sonnenuntergänge mit tollem Licht erlebt“, wie er sagt.
Weidmüller ist für beide die richtige Wahl
Beide haben in Weidmüller genau den richtigen Ausbildungsbetrieb gefunden. Liam ist familiär „vorgeprägt“, und hat zu Weidmüller schon immer einen Draht gehabt, auch der Vater arbeitet hier.
Doch entscheidend sei gewesen, bei einem internationalen Unternehmen anzufangen, „denn da sind die Möglichkeiten so vielfältig“, sagt Liam. Und dazu gehören eben auch Zusatzqualifikationen wie der „Kaufmann International“. „Wenn sich solche Möglichkeiten ergeben, nehme ich sie gerne wahr”, betont Liam.
Das kann Lennard Wessels nur unterstreichen. Bei seinem vorherigen Arbeitgeber hatte er im Rahmen eines Projekts schon Kontakt zu Weidmüller. Schon damals hatte es ihm das angenehme Arbeitsklima hier angetan. „Auch später beim Bewerbungsgespräch habe ich gemerkt, wie entspannt der Umgang miteinander hier ist“, sagt Lennard. Sein vorheriges Studium zum Ingenieur für Veranstaltungstechnik hatte er in der Coronazeit abgebrochen, zu unsicher schien damals die Zukunft.
Das Herz der Ausbildung: 2003 wurde die Weidmüller-Akademie gegründet. Heute ist sie in einem rund 2000 Quadratmeter großen Gebäude an der Klingenbergstraße in Detmold beheimatet und ist Teil des sogenannten Bildungsdorfes, zu dem auch die von der Peter-Gläsel-Stiftung getragene Kita Pöppenteich und die Peter-Gläsel-Grundschule gehören. Foto: Weidmüller
Beide freuen sich, die richtige Wahl getroffen zu haben. Es sei keine 08/15-Ausbildung, sondern anspruchsvoll und voller Möglichkeiten, sein Potenzial auszuschöpfen. „Die Türen stehen offen, man muss sich nur trauen, hindurchzugehen“, sagt Liam und Lennard ergänzt: „Wer motiviert ist, kann hier viel machen und sich super entwickeln.“
Ausbildung bei Weidmüller
1952 begann der erste Auszubildende bei Weidmüller. Der Werkzeugmacher markierte damals den Startpunkt für eine stetig wachsende Zahl neuer Azubis in dem Familienunternehmen. Highlights waren 1987 die Eröffnung des Schulungspavillons in Detmold und die Gründung der Weidmüller-Akademie im Jahr 2003.
Heute ist sie in einem rund 2000 Quadratmeter großen Gebäude an der Klingenbergstraße in Detmold beheimatet und ist Teil des sogenannten Bildungsdorfes, zu dem auch die von der Peter-Gläsel-Stiftung getragene Kita Pöppenteich und die Peter-Gläsel-Grundschule gehören.
Ein Blick in die Akademie: Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten hier in Sachen Nachwuchssicherung, Qualifizierung, Training sowie Vernetzung von Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft. Foto: Weidmüller
Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten hier in Sachen Nachwuchssicherung, Qualifizierung, Training sowie Vernetzung von Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft.
Weidmüller bietet Ausbildungsplätze in 20 Berufsfeldern an: 12 verschiedene kaufmännische und technische Ausbildungen sowie 8 verschiedene duale Studiengänge (Detmold + Paderborn).
Jetzt schon bewerben für 2026
Für den Ausbildungsstart 2026 nimmt Weidmüller bereits Bewerbungen an. Diese sind unter anderem für die Ausbildungsberufe Zerspanungsmechaniker/-in, Technische/r Produktdesigner/-in, Kunststoff- und Kautschuktechnologe/-in sowie für das Duale Studium Wirtschaftsinformatik und das Duale Studium Wirtschaftsingenieurwesen herzlich willkommen.
Rund zwei Drittel seiner Fachkräfte entwickelt Weidmüller aus den eigenen Auszubildenden.