Detmold. Ein Rübenroder auf einem hügeligen, matschigen Feld in Lippe; ein Biogastank, der mitten in der Nacht überzulaufen droht; eine Pralinenform, die wissen muss, welche Schokoladensorte sie enthält: Technik aus Detmold sorgt dafür, dass nichts schiefgeht, zum Beispiel mit einem Neigungssensor, der das Umkippen verhindert; Sensoren, die Alarm schlagen, bevor etwas ausläuft; und RFID, das jeder Form ihre Sorte zuordnet.

Entwickelt wird diese intelligente Technik an der Gildestraße. Die TURCK Electronics GmbH ist eines der Kompetenzzentren der TURCK-Gruppe für Feldbus- und RFID-Systeme – Hardware, Firmware, Software und Mikroelektronik. Das Familienunternehmen zählt zu den Hidden Champions der industriellen Automatisierung und beschäftigt weltweit rund 4500 Menschen in rund 30 Ländern. 50 davon arbeiten am Standort Detmold, der sich auf Entwicklung und Support fokussiert.

Seit 1997 in Lippe verwurzelt

Begonnen hat alles 1997 in Lippe. 2002 wurde das Unternehmen Teil der TURCK-Gruppe – ohne den Standort zu wechseln. Seither ist TURCK Electronics in Detmold stetig gewachsen: Aus 19 Beschäftigten sind inzwischen rund 50 geworden. „Die Verbundenheit mit der Region ist uns wichtig, denn Lippe bietet Zugang zu qualifizierten Fachkräften, eine starke industrielle Infrastruktur und ein leistungsfähiges Netzwerk innerhalb der Wirtschaftsregion Ostwestfalen-Lippe“, sagt Geschäftsführer Hermann Schwagmann. „Gründe genug, dass unser Standort auch künftig weiter wachsen kann.“

TURCK Electronics setzt auf kurze Wege und starken Zusammenhalt

Bei 50 Beschäftigten muss niemand erst herausfinden, wer zuständig ist. Türen stehen offen, Entscheidungen fallen im Gespräch, Verantwortung wird früh übertragen, und es wird auch mal gemeinsam gegrillt. Damit das funktioniert, zählt schon bei der Einstellung neben der Qualifikation, ob die Chemie stimmt. Der Zusammenhalt zeigte sich auch bei einer Spendenaktion für Flutopfer: Die Geschäftsführung verdoppelte, was die Belegschaft zusammentrug: 10.000 Euro für die „Aktion Lichtblicke“.

Duale Studiengänge und langfristige Perspektiven bei TURCK

Verstärkung kommt regelmäßig von dualen Studierenden, die von Anfang an echte Aufgaben übernehmen in fünf Studiengängen (von Elektrotechnik bis Wirtschaftsingenieurwesen), die gemeinsam mit der Hochschule Bielefeld und der TH OWL in Lemgo ausgebildet werden.

 

Malte Püschner kam 2019 – und ist geblieben. Foto: Andrea Markwitz
Malte Püschner kam 2019 – und ist geblieben. Foto: Andrea Markwitz

Malte Püschner hat den ganzen Weg genommen: 2019 hat er als dualer Student der Technischen Informatik bei TURCK Electronics angefangen, ist anschließend während seines Master-Studiums als Werkstudent dabeigeblieben und seit Anfang dieses Jahres als Software-Engineer fest im Team. „Ich bin geblieben, weil ich hier von Anfang an vielfältige, projektbezogene Aufgaben und ein tolles, kollegiales Umfeld habe“, sagt er. Solche Wege sind keine Ausnahme, denn Turck sucht immer Menschen, die Technik mögen und gern in einem Team arbeiten, in dem man sich kennt.

Anmeldung zum Newsletter

Alle zwei Wochen die wichtigsten Themen aus Wirtschaft, Handel und Handwerk in Ostwestfalen-Lippe – kompakt zusammengefasst und direkt in Ihr Postfach.

Verpassen Sie keine Entwicklung mehr: Von neuen Unternehmensmeldungen über Branchentrends bis hin zu wichtigen Terminen aus der Region – mmm-owl hält Sie auf dem Laufenden.

Jetzt anmelden und alle zwei Wochen gut informiert sein.